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Überfall auf Touristen in der Danakilwüste, Äthiopien, am Erta Ale? oder Dallol?Dienstag Jan 17, 2012 22:53 | Alter: 126 days
VON: T Wir wollen unser Beileid den Opfern, Angehörigen und unseren Kollegen ausdrücken, die von dem Überfall durch angeblich eriträische Rebellen betroffen sind. ------------------ Bis jetzt haben wir die Informationen von 5 Touristen aus Österreich und Deutschland, die von Rebellen aus Eritrea(?) bei diesem Angriff getötet worden sein sollen. Wir überprüfen die Sicherheitslage mit unseren Partnern in Äthiopien und werden in Kürze eine Entscheidung über die Sicherheitslage treffen, v.a. was unsere geplante Touren in dieses Gebiet betreffen (u.a. die Reise vom 29.1.-10.2). Die Angaben der Nachrichten sind leider spärlich. Die meisten Nachrichten in den großen Medien scheinen sich auf einen Bericht aus Addis Ababa der Agentur Reuters zu beziehen, der leider keine Details zu dem Ort des Überfalls und der Umstände zu geben weiß. Wir halten es allerdings für unwahrscheinlich, dass der Überfall am Erta Ale war und nehmen an, dass es in der Nähe des rund 100 km nördlich gelegenen Dallol Salzvulkans war, der nur rund 10 km von der Grenze zu Eritrea auf einem großteils ausgetrockneten und flachen, d.h. leicht passierbaren Salzsee liegt. Hier fanden in der Vergangenheit immer wieder Überfälle statt, insbesondere zuletzt die schließlich glimpflich verlaufene Entführung einer Gruppe von britischen Diplomaten 2007. Die meisten Nachrichtendienste scheinen keine Differenzierung für das Gebiet des Danakil oder gar der gesamten Afar Region zu treffen und nicht zu wissen, wo genau Erta Ale liegt. In den meisten Artikeln werden Bilder der nördlichen Salzwüste als Erta Ale gezeigt, was für die mögliche Ungenauigkeit der Hintergrundinformationen spricht. Zweifelsfrei scheint leider nur zu sein, dass es zu einem bewaffneten Überfall mit tödlichen Folgen gekommen ist. Wir versuchen, mehr Licht und Details zu diesem schrecklichen Vorfall zu bringen und bitten übrigens auch alle Leser, die neue Informationen aus erster Hand haben, sie hier als Kommentar oder per Email zu hinterlassen. Täglich besuchen etwa 50-100 Touristen das Gebiet, meist auf kurzen Durchreisen im Rahmen eines der Standardprogramme. Für diese nicht unbeträchtliche Menge an Personen dürfte es außerordentlich interessant sein, genauere Informationen zu haben. Wir hoffen auch, dass unsere Kollegen vor Ort sich mit weiteren Details bei uns oder anderen Veranstaltern melden werden. Schade für dieses landschaftlich großartige Gebiet. Dieser Vorfall dürfte einen nachhaltigen Rückschlag in der Entwicklung von Tourismus nach sich ziehen.
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