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Tödlicher Überfall auf Touristen am Erta Ale Vulkan: 5 Tote, 7 Verletzte und 4 EntführteMittwoch Jan 18, 2012 10:37 | Alter: 126 days
VON: T.S. Durch unsere Partner in Äthiopien haben wir nun genauere Informationen, was gestern am Kraterrand des Vulkans Erta Ale geschah. Seit Jahren ist der Camping-Platz am Rand des Erta Ale Vulkans ein beliebter Ort für die vulkanbegeisterten Besucher aus aller Welt. Kaum irgendwo anders kann man einen Lavasee so gut, wie hier beobachten. Unsere Partner in Äthiopien hatten durch Satellitentelefone direkten Kontakt zu den Bergführern vor Ort. Der Angriff der Rebellen (aus Eritrea?) fand am Dienstag um 01:00 lokaler Zeit statt. Mindestens 5 Personen wurden von einer Gruppe bewaffneter Rebellen ermordet, die plötzlich das Feuer auf die Reisegruppe eröffneten. Die Opfer sind Touristen aus Deutschland, Ungarn und Österreich. Weiterhin sind zwei Deutsche und zwei Äthiopier in der Gewalt der Rebellen. Die Leichen der ermordeten Touristen sind in die Stadt Semera (Region Danakil) gebracht worden. Dort werden auch 7 verletzte Touristen behandelt. Unter diesen 7 Personen befinden sich ein äthiopischer Polizist, Deutsche, Italiener und Ungarn. Eine große äthiopische Militäreinheit ist in der Umgebung des Erta Ale angekommen und versucht, die Region abzusichern. Vorläufig ist der Erta Ale für unbestimmte Zeit für Besucher gesperrt. Die Regierung hatte Hubschrauber gesandt, um die Leichen der toten Touristen abzuholen und Verletzte zu bergen. Das Gebiet um den Vulkan Erta Ale ist nun angeblich unter der Kontrolle der äthiopischen Regierung, die für "Frieden und Stabilität" in der Region sorgen will. Von diesem tragischen Vorfall sind auch Reiseunternehmen aus Deutschland und deren Gäste betroffen, denen unser Beileid gilt. Jeder Gast, der die Region Danakil und Erta Ale besucht, ist sich der Gefahr bewußt, eines der gefährlichsten Reiseziele zu besuchen. Auch, wenn es keine akute Reisewarnung des Auswärtigen Amtes gab, so wurde auf potentielle Gefahren hingewiesen. Dies ist allen bewußt. VolcanoDiscovery ist von diesem Vorfall nicht direkt betroffen, jedoch ist auch hier ein Alternativ-Programm für die nächste Reisegruppe in Planung, da wir dieses erhöhte Risiko im Moment nicht eingehen können. Wann und ob weitere Touren in diese Region möglich sein werden, kann man jetzt nicht wissen. Äthiopien ist eines der ärmsten Länder der Erde und der Tourismus ist eine wichtige Einnahmequelle der lokalen Afar-Bevölkerung. Gerade nachhaltiger Fremdenverkehr ist lebensnotwendig für die Menschen.
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