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Reisebericht Fotoreise April 2011

Ankunft mit Aegean Airlines auf dem Flughafen von Santorin JTR
Ankunft mit Aegean Airlines auf dem Flughafen von Santorin JTR
"Trotz Streiks und Krise ist Griechenland weiterhin ein reizvolles und besuchenswertes Land", denke ich mir, als ich in den Taxi steige. Die Fahrt geht durch unendliche Strassenschluchten Athens. Gut, dass es die neue Autobahn gibt, die uns schnell zum Flughafen Athen bringt. Fast schon Routine... Self-Check-In bei Aegean Airlines, Kontrollen und vor dem Abflug noch das warten durch kostenlosen Internetzugang verkürzen... Schnell und recht leise hebt der Airbus A 320 ab und ich sehe noch Laurion unter uns. Bald erscheint rechts die Insel Milos mit ihrer großen Hafenbucht und schon geht's langsam wieder runter... Schon beim Aussteigen weht mir eine frische, würzige Luft entgegen. Endlich wieder auf Santorin! Der reservierte Mietwagen steht schon bereit und ich fahre gemütlich durch Mesaria, durch das Touristenchaos von Thira und dann an der Kaldera nach Ia weiter.


Ankunft in Ia - zuhause im Hotel Anemomilos

Das Hotel Anemomilos in Ia ist seit Jahren unsere Lieblingsunterkunft auf Santorin.
Das Hotel Anemomilos in Ia ist seit Jahren unsere Lieblingsunterkunft auf Santorin.
Santorin hat zu Unrecht den Ruf, teuer und nur dem Massentourismus verfallen zu sein. Wer sich ein bisschen auskennt und Kontakte pflegt, findet auch auf Santorin noch das Griechenland, das wir lieben. Seit Jahren wohne ich im Hotel meines Freundes Spyros in Ia. Ich fühle mich dort fast ein bisschen zu hause. Die Zimmer hat Spyros seit 1997 alle 1-2 Jahre immer mehr verschönert und neue Einrichtungen geschaffen. Dabei hat er die Zimmerpreise auf gutem, bezahlbarem Niveau gehalten. Auch, wenn das Anemomilos nicht innerhalb der Kaldera (die ist 40 m über die Strasse zu bewundern!) liegt, ist es eine gute Basis, um die Insel zu erkunden. Und Abends kann man in der Familien-Taverne sehr gut und preiswert essen. Hier kocht die ganze Familie mit und jeden Tag ist alles frisch gemacht.
Und ich habe mal wieder Glück gehabt, denn heute hat Georgos, der Vater von Spyros "Arni sto Charti" gemacht. Das ist Lammfleisch, das mit frischem Gemüse und Gewürzen in Backpapier eingewickelt wird und im Ofen gebacken wird. Dazu ein leckeres, griechisches Mythos-Bier und der Santorin-Start ist gelungen...


Ausflug zu Kapellen am Kokkino Vouno

Kapelle am Hang des Kokkino Vouno Vulkans
Kapelle am Hang des Kokkino Vouno Vulkans
Am nächsten Tag fahre ich ein bisschen in der Gegend herum, um neue Motive zu entdecken. Unterhalb von Ia bin ich selten unterwegs und daher ist das heute mein Ziel. An Weinfeldern geht's vorbei, bis ich am Hang des "Kokkino Vouno" ("Roter Berg"), einem ehemaligen Lavakegel, eine kleine Kapelle entdecke. Kirchen auf Santorin sind meistens ein gutes Fotomotiv. Vor meinem Ziel steht verlassen eine Kuh in einer Traumwiese aus Färberkamille und anderen Blüten. Santorin im April - ein Traum aus Farben!
Unterhalb der Kapelle, die ich aus der Ferne sah, liegt eine weitere Kapelle. Daneben geht ein wunderschöner, gepflasterter Weg nach oben. Die beiden Kapellen befinden sich auf einem deutlich sichtbaren, ehemaligen Lavastrom, der vor 80.000-150.000 Jahren vom Vulkan "Mavro Vouno" ("Schwarzer Berg") hinunter geflossen ist.
Kirchen und Kapellen in Griechenland befinden sich oft an Stellen, wo schon in der vorgeschichtlichen und antiken Zeit Heiligtümer oder wichtige Stätten lagen. Meist werden antike Säulen wiederverwendet und irgendwo findet man eine mit weißem, gebrannten Kalk übertünchte Marmorsäule. Auch hier stehen solche Relikte vor der unteren Kapelle.
Ein Grund, sich die Umgebung genauer anzusehen. Denn, auch, wenn Griechenland DAS Land der Archäologie ist - es gibt so viele Stellen, dass die Griechen sich nur um die berühmten Stätten kümmert. Man kann also selbst noch viel entdecken!


Kleine Kapelle am Hang des Kokkino Vouno
Kleine Kapelle am Hang des Kokkino Vouno
Weg zu einer sehr schönen Kirche
Weg zu einer sehr schönen Kirche
Kirche am Hang des Vulkans Kokkino Vouno
Kirche am Hang des Vulkans Kokkino Vouno
Kirche am Hang des Vulkans Kokkino Vouno
Kirche am Hang des Vulkans Kokkino Vouno
Antike Zisterne unter einem Lavastrom
Antike Zisterne unter einem Lavastrom


Antike Reste am Wegrand

Bei einer unserer Reisen entdeckte Katharina 2006 diese wunderschöne Scherbe, die wahrscheinlich aus der geometrischen Zeit um 800 v. Chr. stammte.
Bei einer unserer Reisen entdeckte Katharina 2006 diese wunderschöne Scherbe, die wahrscheinlich aus der geometrischen Zeit um 800 v. Chr. stammte.
Der Weg führt an rotbraunen Lavablöcken vorbei und irgendwo bin ich mal wieder neugierig und muss in ein Loch schauen. Könnte ja sein, dass sich darin etwas verbirgt. Als Fotograf, Griechenlandkenner und Hobbygeologe ist Neugier immer das beste Werkzeug, um etwas Neues zu entdecken...
Es bleibt nicht einfach ein "Loch"! Es ist der Eingang zu einer riesigen, unterirdischen Zisterne, die durch eine Mauer aus großen Lavablöcken gestützt wird. Schon allein die Größe dieser Zisterne beeindruckt. Wenn man dann noch sieht, dass sie bis 5-6 m Höhe durch ein sehr gutes Mauerwerk abgesichert wird, dann ist einem sehr schnell klar, dass das nicht in den letzten 300-500 Jahren erbaut sein kann. Es muss eine antike, wenn nicht sogar vorgeschichtliche, minoische Zisterne sein. Also kein Zufall, dass man hier gleich zwei Kapellen gebaut hat. Auf Santorin ist es immer wieder zu entdecken, dass Reste aus der minoischen Zeit (ca. 1630 v. Chr.) noch bis vor kurze Zeit von Bauern verwendet wurden.

Weiter oben, auf dem Gipfel des "Mavro Vouno" entdecke ich mit meinen Wandergruppen oft antike und sogar minoische Scherben. Also ein deutliches Zeichen, dass dieser Gipfel schon früh besiedelt war.

Der Weg führt an rotbraunen Lavablöcken vorbei und irgendwo bin ich mal wieder neugierig und muss in ein Loch schauen. Könnte ja sein, dass sich darin etwas verbirgt. Als Fotograf, Griechenlandkenner und Hobbygeologe ist Neugier immer das beste Werkzeug, um etwas Neues zu entdecken...
Es bleibt nicht einfach ein "Loch"! Es ist der Eingang zu einer riesigen, unterirdischen Zisterne, die durch eine Mauer aus großen Lavablöcken gestützt wird. Schon allein die Größe dieser Zisterne beeindruckt. Wenn man dann noch sieht, dass sie bis 5-6 m Höhe durch ein sehr gutes Mauerwerk abgesichert wird, dann ist einem sehr schnell klar, dass das nicht in den letzten 300-500 Jahren erbaut sein kann. Es muss eine antike, wenn nicht sogar vorgeschichtliche, minoische Zisterne sein. Also kein Zufall, dass man hier gleich zwei Kapellen gebaut hat. Auf Santorin ist es immer wieder zu entdecken, dass Reste aus der minoischen Zeit (ca. 1630 v. Chr.) noch bis vor kurze Zeit von Bauern verwendet wurden.

Als um ca. 1627 vor Christi Geburt der in der Mitte der Kaldera liegende Vulkan ausbrach, war die Insel schon dicht besiedelt. Die Minoer hatten mehrere Dörfer und Städte auf der damals mit Thirasia verbundenen Ringinsel. Bisher hat man nur in Akrotiri systematisch ausgegraben, aber es finden sich Reste und Scherben dieser ersten Hochkultur auf der ganzen Insel. Man muss nur etwas genauer auf den Boden schauen.



Am Kap des Kouloumbos-Vulkans

Blick auf das Kap Kouloumbos mit seinen antiken Gräbern in den Lapilli-Schichten des alten Kouloubos-Vulkans
Blick auf das Kap Kouloumbos mit seinen antiken Gräbern in den Lapilli-Schichten des alten Kouloubos-Vulkans
Die beiden Kapellen sind sehr gute Fotomotive und bald habe ich genug Speicher verbraucht und fahre noch ein bisschen weiter. Bald sehe ich den Kulumbos-Strand mit seinen geschichteten Ablagerungen vulkanischer Asche. Hier lag vor der Küste ein Vulkanschlot, der mächtige Asche- und Lapillischichten hinterlassen hat. Sein aktiver Nachfolger liegt heute etwa zwei Kilometer von hier, östlich in einer Tiefe von ca. 100-150 Metern im Meer. Dieser Vulkan gilt als aktiv. ca. 1640 brach er aus und seine Gase vergifteten zahlreiche Haustiere. Erst letztes Jahr wurde der unterseeische Krater durch ein amerikanisches Forschungsschiff genau untersucht. Man entdeckte Thermalquellen und Organismen, die sich von Schwefelverbindungen an heißen Quellen und "schwarzen Rauchern" ernähren. Der Kulumbos-Vulkan gilt als der potentiell aktivste Vulkan des Santorin-Archipels.

In die Ascheschichten des Vorgängervulkans hat man in römischer Zeit Gräber gegraben, deren Eingänge man direkt an der Strasse besichtigen kann. In ihnen ist außer Spinnenweben und Staub nicht mehr viel zu sehen... Dafür blühen vor ihnen wunderschöne Kapernbüsche, die an den Seidenrosenbaum erinnern. Die Knospen, Blätter und Früchte der Kapern sammelt man auf Santorin im Mai. Sie werden in eine salzige Lösung eingelegt und können nach ca. einem Monat für Salate verwendet werden. Ein santoriner Bauernsalat ohne Kapern ist wie eine Suppe ohne Salz...


Urlaub machen auch Maultiere :-)

Bald fahre ich eine steile Strasse bergauf. Auf einer Wiese stehen mehrere Maultiere, die hier ihre Ferien genießen. Bald geht es auch für sie wieder los und sie müssen dann die Gäste von den Kreuzfahrtschiffen, die unterhalb von Thira anlegen, nach oben tragen. Aber jetzt im April leben sie im Schlaraffenland und fressen sich durch das Blütenmeer... Kraft sammeln für die Touristen...
Santorinier Maultiere im Urlaub :-)
Santorinier Maultiere im Urlaub :-)
Eine Traumwiese nicht nur für Maultiere...
Eine Traumwiese nicht nur für Maultiere...
Griechischer Frühling
Griechischer Frühling
Klatschmohn
Klatschmohn
Strandmohn
Strandmohn


Pavlos Kiosk Café - ein kleines kulinarisches Paradies

Frischer Orangensaft & Nusskuchen von Pavlos
Frischer Orangensaft & Nusskuchen von Pavlos
Die Kraftquelle für Wanderer: Frischer Orangensaft
Die Kraftquelle für Wanderer: Frischer Orangensaft
Pavlos macht den Nusskuchen auf Santorin!
Pavlos macht den Nusskuchen auf Santorin!
Immer frisch und der ideale "Kurvenpfleger" ;-)
Immer frisch und der ideale "Kurvenpfleger" ;-)
Bald komme ich oben an und mache einen Abstecher zu Pavlos. Er ist ein Maler von naiver Volkskunst und hat einen ehemaligen Wohnwagen an den Rand der Kaldera gefahren und ein kleines Café draus gemacht. Seit Jahren mache ich bei meinen Wandertouren immer hier mit meinen Gästen Pause. Früher war noch seine Frau Artemis dabei, die leider durch tragische Umstände ums Leben kam. Griechenland hat nicht umsonst das "Drama" erfunden. Auch auf einer "Trauminsel" ist die Realität nicht immer traumhaft. Pavlos hat sich mit seinem Leben arrangiert und trotz aller Schläge nicht aufgegeben. Er freut sich immer, wenn er alte & neue Gesichter an seinem wunderschön gelegenen Café sieht. In kurzer Zeit hat er einen frischen Orangensaft gepresst, der ideal zu seinem frischen Nusskuchen passt.
Inzwischen hat man den Wanderweg von Thira nach Ia sehr schön ausgebaut und so kommen (nicht nur meine) Wandergruppen regelmäßig zu Pavlos. Er ist quasi ein Geheimtipp für Wanderer. Inzwischen ist die Kalderawanderung von Thira nach Ia quasi ein "Muss". Am besten man startet in Thira, denn am Beginn muss man sich durch die Touristenmeile und an Neureichen-Hotels vorbei. Das "wahre Santorin" beginnt erst wieder, wenn man am kleinen Profitis Ilias angekommen ist. Und, wer spät genug loswandert, kommt vielleicht genau zu Sonnenuntergang oberhalb von Ia an und kann romantische Fotos mit der Zoodohos Pigis und Ia machen. Der "Sonnenuntergangspunkt", den gegen 19:00 Uhr alle Touristen in Ia anstreben ist dagegen überfüllt und alles andere als "romantisch".



Die Krise in GR & Gründe

Der Dreiecksplatz in der (geschlossenen) minoischen Ausgrabung von Akrotiri
Der Dreiecksplatz in der (geschlossenen) minoischen Ausgrabung von Akrotiri
Doch ich werde heute nicht an der Kaldera Wandern gehen, sondern will erst mal sehen, was meine Freunde in Akrotiri machen... Dort sollte eigentlich bald die Ausgrabung der minoischen Stadt wiedereröffnet werden, die seit 2004 geschlossen ist. Damals stürzte das "ökologisch" geplante Dach über dem Ausgrabungsgelände in sich zusammen und begrub einen englischen Touristen unter sich. Man hatte wohl vergessen, dass die Dachbegrünung mit lebenden Pflanzen gestaltet war. Und lebende Pflanzen (z.B. "Gras") benötigen Wasser zum Leben. Und Wasser hat nun einmal ein Gewicht. Und diese zusätzliche Gewichtsbelastung hat man wohl bei der Planung des Dachs vernachlässigt. Oder war es mangelhaftes Baumaterial? In Griechenland ist es normal, dass man etwas zu einem offiziellen Preis baut und dann im Detail einfach mal irgendwo spart. Das nennen die Griechen "Kombina". Es bedeutet, (bauern-)schlau aus einem Vertrag mehr Profit für sich herauszuholen. Offiziellen Zahlen sollte man in Griechenland nicht erst seit seinem zweifelhaften Beitritt in die Euro-Zone misstrauen. Überall stehen diese blauen EU-Schilder herum, wo einmal wieder EU-Hilfsmittel für zum Beispiel eine Strasse gewilligt wurden. Da wird zum Beispiel für 5 Millionen Euro eine Strasse bewilligt und von einheimischen Ingenieuren gebaut. 25% griechische Mittel und 75% europäische Mittel offiziell. Die Strasse wird aber für 2,5 Millionen inoffiziell gebaut. Die Differenz teilen sich der Bürgermeister mit den Bauingenieuren und Buchhaltern, die die Rechnungen entsprechend kreativ gestalten. Nachgeprüft wird von der EU nichts.
Auch die Halle über der weltberühmten Ausgrabungsstätte wurde zum Großteil mit EU-Mitteln finanziert. Ca. 15-17 Millionen Euro sollen es bis zum Einsturz des Daches gewesen sein. Offizielle Zahlen... So ähnlich läuft das überall in Griechenland. Durch solche Bauvorhaben, die ungeprüft von der EU gefördert und bezahlt wurden, hat sich in Griechenland eine Schicht neureicher Beamten (! irgendwer muss ja seine Unterschrift "verkaufen"), Politiker (! sie "erdenken" die Projekte), Bauingenieure (sie "planen" und "beaufsichtigen" die Projekte) und Bauunternehmer (sie "planen" und "führen" aus, wie man am meisten aus dem Projekt holt) gebildet. Eine nachträgliche Kontrolle (durch wen, wenn der Staat in die Korruption verwickelt ist?) findet nicht statt und ist auch nicht von einheimischen Spezialisten zu schaffen.

Diese Neureichen findet man natürlich auch auf Santorin, denn diese Insel ist ja gerade beim ihnen beliebt. Gerne protzt man mit seinem Reichtum. Und sie haben auch die Preise auf Santorin beeinflusst. Es gibt Hotels in der Kaldera, in denen man mal locker 500-800 € die Nacht zahlt.
Aber was sehen diese Leute schon von Santorin? Ist Reichtum nur eine Sache des Gelds? Was ist Luxus?

Ist Luxus nicht auch, hier auf Santorin zu sein, die schönsten & ursprünglichsten Tavernen zu kennen, überall herzlich willkommen zu sein und an jeder Ecke wunderschöne Fotos machen zu können? Ich pfeife auf das "viele Geld" und genieße Griechenland und seine weiterhin liebenswerten Seiten! Nicht "DIE" Griechen haben das Land in diese ökonomische Krise geführt, sondern diese vorher beschriebene Clique Neureicher, die seit Jahrzehnten kreative Buchführung betreiben. Meine Freunde auf Santorin und anderen Inseln hatten Betrug nie nötig. Sie lieben nicht nur ihre Heimat, sondern auch die ausländischen Freunde, die gerne immer wieder zurück nach Santorin kommen.
Ich suche meine Unterkünfte und Tavernen immer bewusst danach aus, ob sie von Einheimischen geführt werden. Ich will, dass sie etwas von mir und meinen Gästen haben und das zahlt sich aus. "Geiz ist geil" ist kein geeignetes Motto (nicht nur) in Griechenland, um nachhaltig und dauerhaft Erfolg zu haben. Vieles kann man nicht mit Geld bezahlen und das ist gut so!




Der rote Strand von Akrotiri
Der rote Strand von Akrotiri
Hier in Akrotiri sieht man, dass reines Gewinnstreben oft auf Kosten der Sicherheit geht. Meine Freunde, die in Akrotiri Hotels und Tavernen haben, zahlen seit Jahren den Preis dafür, dass die minoische Ausgrabung geschlossen ist. Sie leben vom Fremdenverkehr. Aber zum Glück sind es Familienbetriebe und sie überstehen die Krise. Man hat zusätzlich Landwirtschaft, hat ein Boot zum Fischen und hat sich Nebenerwerbsquellen geschaffen. Die normalen Griechen sind nicht faul oder korrupt. Es sind Leute, wie auch bei uns. Und wenn ich sehe, welche Mühe sich zum Beispiel Matthios in seinem Hotel unterhalb der Ausgrabungen (nicht nur) mit den Gästen meines Partners Tom gibt, kann ich die Stimmungsmache gegen "DIE" Griechen nicht verstehen!


Leckereien in Kapitän Dimitris Taverne

Barbara mit der Stute ihres Sohnes
Barbara mit der Stute ihres Sohnes
Fava, Santorin-Salat und Hauswein
Fava, Santorin-Salat und Hauswein
Santorin-Salat
Santorin-Salat
Frischer Fisch (Gavros) & Wein
Frischer Fisch (Gavros) & Wein
Süße Spezialität von Barbara
Süße Spezialität von Barbara
Meletini
Meletini
Leider sind meine beiden Lieblingstavernen von Georgos und seiner Schwester Margarita geschlossen. Im Winter hat ein Sturm die Höhlentavernen am Strand schwer beschädigt und so sind noch Reparaturarbeiten. Also fahre ich eben in Richtung Leuchtturm. Dort hat ein Freund ebenfalls eine Taverne. Auf dem Weg dorthin sehe ich den Sohn von Dimitri beim Einreiten einer Stute. Bald bin ich bei Kapitän Dimitris Kneipe und seine Frau Barbara begrüßt mich herzlich. Hier sind Tom und ich oft mit unseren Reisegruppen und so kennen wir uns seit Jahren. Bei ihr gibt es sehr gute Spezialitäten von der Insel Santorin. Ich bestelle mir Gavros, kleinem frittierte Fische, den santoriner Bauernsalat und eine Fava. Fava ist eine typische Spezialität von Santorin, Diese gelben Erbsen werden gerade um Akrotiri viel angebaut und sind recht teuer. Ein Kilo Fava-Erbsen kostet 2011 ca. 12 Euro! Es gibt Fava zwar auch aus der Türkei und aus anderen griechischen Regionen zu einem Viertel des Preises, aber die Fava aus Santorin ist etwas Besonderes. Sogar in alten Tonkrügen in der minoischen Ausgrabung von Akrotiri fand man verkohlte Fava-Erbsen aus der Zeit vor 1627 v. Chr.! Diese gelben Erbsen werden zu einem Brei gekocht, mit sehr gutem Olivenöl und frischen Zwiebeln serviert. Am besten ist die Fava, wenn sie noch warm ist. In vielen, touristischen Restaurants in Thira, Kamari und Perisa wird die Fava oft kalt aus dem Kühlschrank serviert. Das schmeckt dann oft langweilig und fad. Barbara macht die beste Fava auf Santorin und man könnte die Fava sogar als Hauptgericht immer wieder bestellen... Als Nachtisch serviert sie eine selbstgemachte Süßigkeit, die an kandierte Orangenschalen erinnert. Was es genau ist, sollte jeder selbst herausfinden. Es ist das "Geheimnis" von Barbaras Rezeptsammlung... Jede Taverne hat ihre Spezialität. Margarita am Strand von Akrotiri ist in der Taverne "Höhle des Nikos" berühmt für die besten Tomatokeftedes (Reibekuchen aus santoriner Kirschtomaten), ihr Bruder daneben ist bekannt für sein Lamm aus dem Holzofen, den er extra für diesen Zweck gebaut hat.


Am Nachmittag fahre ich nach Ia zurück, denn am Abend erwarte ich meinen Gast aus Wien, den ich vom Flughafen abholen möchte. Das gehört einfach dazu, wenn man so ganz individuelle Reisen organisiert. Diesmal etwas ganz Neues für mich: Eine Fotoreise! Nicht das, was man sich aus Fotoclubs vorstellt und, wo es vor allem um technische Daten, wie Kameratyp, Auflösung und Blendenwerte geht. Nein - es soll eine Fotoreise werden, bei der es um schöne, echte Motive geht. Santorin und seine Details können entdeckt werden. Zeit für spontane Ausflüge, je nach Licht und Laune.


Ostern in Ia

Unser erster Tag ist zur Entdeckung der nächsten Umgebung von Ia geplant. Jetzt im April ist noch nicht so viel los und manche Souvenirläden sind noch zu. Der Marmorweg an der Kaldera ist ideal für uns, um die typischen Fotos vom schönsten Dorf der Insel zu machen. Langsam kristallisieren sich immer bessere Motive heraus. Gar nicht so einfach, denn Ia ist sicher das am meisten fotografierte Dorf Santorins. Fast jedes Haus und jede Gasse wurde schon Millionen Mal abgelichtet. Trotzdem ist es ein großer Spaß, die schönen Kykladenhäuser mit ihrer individuellen Farbgestaltung zu bestaunen. Dazwischen sind natürlich immer die typischen Kirchen und Kapellen mit ihren blauen Dächern zu sehen. Auf einer spielen Kinder auf dem Dach. Ein super Fotomotiv! Gerade Menschen geben solch einem Foto noch eine viel interessantere Atmosphäre. Gerade dieses Jahr haben wir ideale Fotobedingungen. Es ist sicher der kälteste April seit Jahrzehnten und so ist die Luft absolut klar. Nicht ganz so schön für den Abend, an dem wir eigentlich die Karfreitagsprozession beobachten wollten. Aber diesmal ist ein sehr frommer Papas (Dorfpfarrer) im Gottesdienst und er verspätet sich zu sehr. Eigentlich wollten wir sehen, wie später der Epitaph durchs Dorf getragen wird. Es ist ein reichlich verziertes Holzgestell, auf dem symbolisch eine Ikone mit Christus liegt. Doch es ist schon fast zehn Uhr abends und es wird uns langsam zu kalt vor der Dorfkirche. Innen ist dicke Luft. Jeder, der kann, hat sich in die Kirche gezwängt und zusammen mit dem Weihrauch ist das kaum zu ertragen. Da gehen wir doch lieber wieder ins warme Anemomilos zurück, bestellen uns einen Auberginen-Salat und einen roten Hauswein dazu... Beim Abendessen sehen wir auch unsere ersten Fotoergebnisse auf dem kleinen Laptop. Schön, dass man nicht mehr drauf warten muss, bis man einen Film entwickelt bekommt! So fängt der Genuss der Fotos schon auf der Reise an...
Typisches, blaues Kirchendach in Ia
Typisches, blaues Kirchendach in Ia
Blick auf Ia
Blick auf Ia
Ia und die Nachbarinsel Thirasia
Ia und die Nachbarinsel Thirasia
Kapelle und Blick auf den Skaros-Felsen
Kapelle und Blick auf den Skaros-Felsen
Aufhängung der Flaggen für das Osterfest
Aufhängung der Flaggen für das Osterfest
Griechische Flaggen und Kirche in Ia
Griechische Flaggen und Kirche in Ia
Griechische Flagge & Kirchenflaggen
Griechische Flagge & Kirchenflaggen
Katze in Ia
Katze in Ia
Frapé - eine erfrischende Spezialität
Frapé - eine erfrischende Spezialität
Ia an der Kaldera hängend
Ia an der Kaldera hängend


Akrotiri

Am nächsten Tag geht unsere Exkursion zum roten Strand in Akrotiri. Um diese Zeit liegen hier noch keine Strandliegen herum und wir können ein par schöne Fotos des rotbraunen Lavakegels machen, der vor vielen Jahrtausenden einen Lavasee beherbergte, der denen auf Hawaii ähnelte. Die schroffe Lava gibt reizvolle Motive für interessante Landschaftsfotos. Danach fahren wir zum Vlyhada-Strand mit seinen Canyons in Bimsfelsen. Unser Ziel ist der Gavriloshügel mit uralten Windmühlen. Es geht an den antiken Steingräbern von Ehendra vorbei und in Richtung Emporion. Bei den Windmühlen gibt es ein paar sehr schöne Kapellen und in Kombination mit der bunten Blumenwiese wird da ein richtig schön kitschiges Foto draus. Nicht immer muss man Fotografie bierernst nehmen. Im Vordergrund steht, dass man schöne Erinnerungen mit nach hause nimmt. Und, wenn man dann noch ein paar technische und gestalterische Tipps vom Profi bekommt, werden das nicht so langweilige Fotos, wie man sie leider von den Touristen sieht, die für zwei bis drei Stunden die Kreuzfahrtschiffe in Thira verlassen...
Genug Windmühlen für heute. Abends wandern wir ein Stück bergauf, um einen tollen Sonnenuntergang über Ia fotografieren zu können. Die Aussicht ist klasse, aber wir leiden für ein paar "schnöde" Sonnenuntergangsbildchen. Es ist für griechische Verhältnisse winterlich kalt. Wir haben nicht mal Lust, die griechische Osternacht am Dorfplatz frierend zu ertragen. Normalerweise ist griechisch Ostern ein tolles Erlebnis. Doch dieses Jahr ist es zu kalt und es kommt keine so richtig österliche Stimmung auf.
An den Lavafelsen der roten Bucht
An den Lavafelsen der roten Bucht
Wellen klatschen auf die Lavakiesel
Wellen klatschen auf die Lavakiesel
Kapelle am Windmühlenhügel
Kapelle am Windmühlenhügel
Schatten auf blauem Kirchendach
Schatten auf blauem Kirchendach
Eidechsen-Männchen in Hochzeitsfärbung
Eidechsen-Männchen in Hochzeitsfärbung


Der Höchste Gipfel & das Dorf Emporion

Das Ostern holen wir am nächsten Tag bei meinem Freund Matthios nach, der in Akrotiri ein kleines Hotel hat. Mit seiner Familie genießen wir das frisch gegrillte Osterlamm. Natürlich sind auch sehr fotogene Gäste dabei, die tolle Portraits ermöglichen. Jeder ist fröhlich gestimmt und es stört nicht, dass wir reichlich Fotos machen. Nach einem leckeren, griechischen Kaffee geht's zum höchsten Gipfel der Insel, wo es wunderschön blühende Mohnwiesen und Orchideen gibt. Später besuchen wir das Bergdorf Pyrgos mit seinen reizvollen Gassen, Kapellen und Burgatmosphäre. Von hier hat man auch einen tollen Überblick über ganz Santorin.

Die meisten Touristen begnügen sich mit dem Besuch von Ia. Sie wissen gar nicht, dass es noch weitere, interessante Dörfer auf Santorin gibt. Bei unserer Fototour gibt es auch für mich Santorin-Kenner eine Neuentdeckung. Eigentlich fahre ich immer durch Emporion. Nie hat mich das Dorf richtig angezogen, weil der Dorfplatz nicht sonderlich viel verspricht. Eben neu-griechische Betonarchitektur, wie in vielen griechischen Städten. Diesmal mache ich einfach mal Halt. Wir spazieren durch eine kleine Gasse, die immer enger und verwinkelter wird. Fotomotive gibt es an jeder Ecke. Bald erreichen wir einen Innenhof mit einer orthodoxen Kirche und schönen, kleinen Häuschen, die quasi in eine Burgmauer gesetzt sind. Emborion war früher ein Ziel von Piraten. Fast alle Dörfer auf Santorin hatten deswegen eine burgähnliche Gestaltung. Am Hang von Emporion befindet sich sogar eine Art mittelalterlicher "Bunker",  der fast wie eine Pyramide gestaltet ist. Aber die Festung von Emporio ist sicher das schönste Beispiel und auch hier liegen antike Reste herum, die davon mitteilen, dass hier sicher auch in der Antike eine Akropolis lag.


Das Ostern holen wir am nächsten Tag bei meinem Freund Matthios nach, der in Akrotiri ein kleines Hotel hat. Mit seiner Familie genießen wir das frisch gegrillte Osterlamm. Natürlich sind auch sehr fotogene Gäste dabei, die tolle Portraits ermöglichen. Jeder ist fröhlich gestimmt und es stört nicht, dass wir reichlich Fotos machen. Nach einem leckeren, griechischen Kaffee geht's zum höchsten Gipfel der Insel, wo es wunderschön blühende Mohnwiesen und Orchideen gibt. Später besuchen wir das Bergdorf Pyrgos mit seinen reizvollen Gassen, Kapellen und Burgatmosphäre. Von hier hat man auch einen tollen Überblick über ganz Santorin.
Mohn in einem Feld am Profitis Ilias

Blick auf das Dorf Emporion
Die meisten Touristen begnügen sich mit dem Besuch von Ia. Sie wissen gar nicht, dass es noch weitere, interessante Dörfer auf Santorin gibt. Bei unserer Fototour gibt es auch für mich Santorin-Kenner eine Neuentdeckung. Eigentlich fahre ich immer durch Emporion. Nie hat mich das Dorf richtig angezogen, weil der Dorfplatz nicht sonderlich viel verspricht. Eben neu-griechische Betonarchitektur, wie in vielen griechischen Städten. Diesmal mache ich einfach mal Halt. Wir spazieren durch eine kleine Gasse, die immer enger und verwinkelter wird. Fotomotive gibt es an jeder Ecke. Bald erreichen wir einen Innenhof mit einer orthodoxen Kirche und schönen, kleinen Häuschen, die quasi in eine Burgmauer gesetzt sind. Emborion war früher ein Ziel von Piraten. Fast alle Dörfer auf Santorin hatten deswegen eine burgähnliche Gestaltung. Am Hang von Emporion befindet sich sogar eine Art mittelalterlicher "Bunker",  der fast wie eine Pyramide gestaltet ist. Aber die Festung von Emporio ist sicher das schönste Beispiel und auch hier liegen antike Reste herum, die davon mitteilen, dass hier sicher auch in der Antike eine Akropolis lag.
Das Kastell von Emporion

Flagge über Pyrgos

Emporion


Unser Geheimtipp: Bootsfahrt mit Sostis

Einer der Höhepunkte jeder Santorin-Reise ist eine Bootsfahrt zu den Vulkaninseln in der Mitte der Kaldera. Man kann solche Touren in den Reisebüros buchen und wird dann mit 30-50 Personen von Ziel zu Ziel geschifft. Man kann aber auch mit mir und meinem Partner Tom eine ganz besondere Bootsfahrt machen. Wir haben durch Toms Geologie-Professor Walter Friedrich, der auch das empfehlenswerte Buch "Feuer im Meer" über Santorin geschrieben hat, den einzigen Vulkanbesitzer in Griechenland kennengelernt...
Sein rotes Boot erscheint langsam am Horizont. Bald ist Sostis im kleinen Amouthi-Hafen und wirft mir das Seil zu. Schnell steigen wir ins Boot. Und fahren über das unruhige Meer. Ich suche meinen Lieblingsplatz an der Spitze des Boots auf. Von hier schaue ich auf das tiefblaue Meer, das unter mir durchrauscht.
Bald kommen wir zur Nachbarinsel Thirasia und bewundern Lavafelsen, die an Rosenblätter erinnern. Im Hafen Korfos legen wir an. Unser Ziel ist das Dorf Manolas, das ganz oben am Rand der Kaldera liegt. Vorher ist ein sehr steiler Aufstieg nötig, den wir aber gut motiviert überstehen. Oben gibt es sehr schöne Häuser. Jedes ist ganz individuell und mit viel Farbe gestaltet. Ein paar Maultiere gehören zu den wenigen Bewohnern dieser einsamen Insel. Die meisten Bewohner sind nach Athen und ins Ausland abgewandert. Nur noch ein paar alte Leute besiedeln das Dorf. Bei der Kirche Agios Charalambos schauen wir uns mal den Dorffriedhof an und staunen über das Alter, das die Bewohner hier erreichten. 80, 90 und sogar 93 sind keine seltenen Jahre. Lässt auf ein sehr gesundes Leben auf Thirasia schließen...

"Zum gesunden Leben gehört auch eine gesunde Ernährung..." sagen uns unsere Mägen und das Ziel liegt schon rot leuchtend am Quai. Gut, dass die Treppen nun schnell nach unten führen. Mit Sostis fahren wir nun zur Insel Palea Kameni. Dieser Vulkan war nach der minoischen Katastrophe 97 vor Christi Geburt als erstes wieder aus der Kaldera wuchs. Nach dem prähistorischen Ausbruch gab es in der Mitte der Kaldera für zwei Tausend Jahre nur das tiefblaue Meer. Erst dann entstand Sostis Heimatinsel. Bald kommen wir in die Bucht, in der sein Häuschen steht. Gleich begrüßt uns sein neuer Schäferhund und ein par Hühner flüchten, als wir die Stufen zur kleinen Thermalbucht hochsteigen. Dort hat Sostis, der auf Lebenszeit hier leben darf, ein Sonnendach gebaut. Hier gibt es ein leckeres Picknick. Ich habe schon vorher Tomaten und kretischen Zwieback organisiert. Dazu reicht uns Sostis seinen selbst gemachten Ziegenkäse. Er hat nämlich auch ca. 70 Bergziegen, die ihm frische Milch und ab und zu auch Fleisch geben. Der zahnbrechende kretische Zwieback muss vor dem Genuß mit Wasser übergossen werden. Dann kommt er in einen Teller, man schneidet Tomaten drüber, gießt Olivenöl drüber und garniert alles mit seinem Käse und santoriner Kapern. Dazu reicht Sostis leckeren Likörwein, der hier Vinsanto heißt. Neben uns blubbern vulkanische Gase in einer kleinen Bucht. Sie ist durch Eisenmineralien rot gefärbt und, wäre es etwas wärmer, hätten wir uns sicher ins Wasser gewagt. Die Thermalquellen sind schön warm, aber, wenn man wieder raus kommt, friert man schnell...
Trotzdem hören wir plötzlich ein Schiffshorn und Platschen. Und da kommt auch schon eine Meute Touristen geschwommen, denen man von den "heißen Quellen" erzählt hat. Um hier in unsere Bucht zu kommen, muss man erst mal einige Meter im kalten Wasser schwimmen. Bald sind sie vor uns in der Bucht angekommen und schmieren sich mit den heilkräftigen Schlamm aus Pyrit und Schwefel ein. Für uns ein besonderes Theater... Wir genießen den Anblick und den leckeren Snack...
Kaum sind 5 Minuten vergangen, ertönt ein schriller Pfiff und die Touristen müssen aufs Schiff zurück. Kaum Zeit, um die gerade mal 32 Grad warmen Quellen genießen zu können. Dieses Schauspiel wiederholt sich noch zwei Mal und dann ist endlich wieder Ruhe in der Bucht.
Jetzt hören wir anstatt Touristenschreie wieder Sostis Bergziegen irgendwo oben in den Felsen über uns. Langsam springt eine Ziege nach der anderen halsbrecherisch über Felsen und Schutthalden in die Tiefe. Es ist Zeit zum Essen! Sostis hat einen Trog mit Korn gefüllt und Wasser aus der Zisterne in ein kleines Becken geschüttet. Alles, was vier Beine hat eilt herbei. Auch die Hühner verlassen für ein par Minuten ihre Eiablage... Eine gute Gelegenheit, einige ihrer Erzeugnisse einzusammeln...
Langsam wird's Nachmittag und wir gehen zu Sostis Boot zurück. Über ein Meer mit einigermaßen "sportlichen" Wellen geht es zurück nach Amouthi.


Sostis in seiner Bucht
Sostis in seiner Bucht
Der Kratersee von 1700
Der Kratersee von 1700
Der beste Ziegenkäse auf Santorin
Der beste Ziegenkäse auf Santorin
Salat ála Créte
Salat ála Créte

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