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Milos VulkanSchichtvulkane, phreatische Kraterfelder, Lavadome 748 m
Griechenland, 36.67°N / 24.48°E Aktueller Status: nicht aktiv (1 von 5)
Typische Aktivität: Explosiv, hydrothermale Tätigkeit, Lahars, pyroklastische Ströme
Ausbrüche des Milos: 70.000 - 90.000 years ago (Tsingrado volcanic craters) No known volcanic activities in historic times, but strong geothermal activity ![]() Milos Vulkan Fotos Beschreibung:Die Insel Milos ist hauptsächlich vulkanischen Ursprungs (wie die Nachbarinseln Kimolos, Plolyägis, Antimilos, Arkadia und Glaronisia). Die ältesten Gesteine der Insel sind metamorphen Ursprungs und bestanden schon viele Millionen Jahre, bevor der erste Vulkanismus vor ca. 3-6 Millionen Jahren begann. Sie stammen aus der Perm- , Trias-, Jura- und Kreidezeit. Meist sind sie durch Metamorphose in Schiefer, Grünstein, Kalkschiefer, Quarzite und Marmor umgewandelt. Man findet sie als Auswurf vulkanischer Ausbrüche z.B. am Strand von Paliochori. Später wurden diese Gesteine von jüngeren Ablagerungen überdeckt.Der Vulkanismus der Insel begann wohl im Pliozän und ging bis ins Pleistozän weiter. Die letzten Ausbrüche fanden vor ca. 60.000-90.000 Jahren im Bereich des Tsingrado Vulkans statt. Auf der Insel gibt es zwei phreatische Kraterfelder mit ca. 30-50 kleineren Ausbruchszentren deren Alter nicht ganz geklärt ist. Der Vulkanismus der Insel Milos unterscheidet sich von den anderen Vulkanen Methana, Santorin und Nisyros durch sehr starke hydrothermale Tätigkeit und Umbildung der dazitischen & andesitischen Laven / Tuffe in Perlit, Bentonit und Kaolin. Durch diese Prozesse haben sich wertvolle Industriemineralien angereichert, die im Tagebau gewonnen werden.Der Vulkanismus ist durch die Subduktion der Afrikanischen Platte unter der Ägäischen Platte begründet. Dadurch sind kalkalkalische Magmen entstanden, die Rhyolithe, Basalte, Andesite und Dazite gebildet haben. Gewaltige Explosionen haben die Krater der Milos-Bucht geschaffen (3-4) und zu pyroklastischen Glutströmen geführt. Lavadome, wie der Prophitis Ilias haben Staukuppen gebildet und in Ebenen um diesen gab es Geysire und Lahars. Unter der Insel wurden sehr heiße geothermale Reservoirs entdeckt, die Temperaturen von bis zu 310 C erreichen und ein deutliches Zeichen für eine unter Milos liegende, aktive Magmakammer sind. Somit können vulkanische Aktivitäten in Zukunft nicht ausgeschlossen werden. Die Insel ist DAS ideale Labor für geologische Studien und durch ihre farbkräftigen Felsen ein Ideales Ziel für Fotografen, Geologen und Naturfreunde. Milos Fotos: |