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Die Insel Nisyros mit ihren vulkanischen Kratern Stefanos und Polyvotis Foto:Tobias Schorr 2000
Die Insel Nisyros mit ihren vulkanischen Kratern Stefanos und Polyvotis Foto:Tobias Schorr 2000
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Mikros Polyvotis Krater
Mikros Polyvotis Krater
Polyvotis Vulkandom
Polyvotis Vulkandom
Profitis Ilias Vulkandom
Profitis Ilias Vulkandom
Akimaronas Vulkandom
Akimaronas Vulkandom
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Nisyros Vulkan

Vulkantyp Stratovulkan, Vulkandome, Hydrothermalkrater
Ort Griechenland, Dodekanes
Höchste Erhebung 680 m (Prohitis Ilias Gipfel)
Letzte Ausbrüche

1881-1887 - Hydrothermalexplosionen im kleinen Polyvotiskrater
1500 - Hydrothermalexplosionen
1000-2000 B.C. - Hydrothermalexplosionen des "Stefanoskraters"
5000-10.000 B.C. - Hydrothermalexplosionen der Kaminakiakrater
15.000-10.000 B.C. - Aufbau der postkalderischen Vulkandome (Prophitis Ilias, Nymphios, Boriatiko, Karaviatis, Trapezina)
15.000 B.C. - Effusive Eruption in der Kaldera von Nisyros ("Oberer Bims")
25.000 B.C. - Effusive Eruption in der Kaldera von Nisyros ("Unterer Bims")
40.000-30.000 B.C. - Effusiver Ausbruch des vorkalderischen Kegels ("Kira-Formation")
150.000 B.C. - erste, unterseeische Eruptionen (Kissenlaven unterhalb des Panagia-Spiliani-Klosters)

Typische Aktivität

Effusiver Eruptionen, heiße Dampfexplosionen ("Hydrothermalexplosionen"), Lavaströme und pyroklastische Glutlawinen.

kos_nisyros_3d_becken_03.jpg
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Nisyros gehört zum östlichsten Zipfel der aktiven Vulkane Griechenlands. Die Insel ist ein Teil einer gigantischen Vulkan-Kaldera, die vor über 150.000 Jahren bei einer unvorstellbaren Vulkaneruption in die Luft gesprengt wurde. Noch heute ist die Insel Kos ein nördlicher Rest dieser Kaldera. In der Region gibt es neben Nisyros die Vulkane Yali, Strongyli, Pahia und Pergousa, sowie ein paar unterseeische Vulkane. Die letzten vulkanischen Aktivitäten fanden im 18. Jahrhundert statt. Dabei kam es nicht zu Lava-Eruptionen, sondern zu heißen Dampfexplosionen. In den letzten Jahren ist eine deutlich zunehmende Aktivität des Nisyros-Vulkans zu verzeichnen. Von 1996-1998 gab es eine Erdbebenkrise, die nicht beendet ist. Viel auffälliger ist jedoch die Temperaturzunahme in den Gasaustritten der Krater Stefanos und Polyvotis. In 2000 lag die Temperatur noch bei ca. 98 Grad und 2004 waren es bis zu 103 Grad! Seit 2000 wird im Rahmen des GEOWARN-Projekts ein Vorhersage-System für vulkanische Gefahren entwickelt und dabei der Vulkanismus der Region intensiv erforscht. Dabei wurde auch klar, dass die Magmakammer unter Nisyros aktiv und im Aufstieg sein könnte. Nisyros ist also eine natürliche Universität für Geologen und für all diejenigen, die sich für die Urgewalten unseres Planeten interessieren!


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Letzte Änderung  21.08. 2008© VolcanoDiscovery 2004-10