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10/08 2009:

Von Krakatau nach Bali – Auf den Spuren des Feuers

Markus, Andi und Thea vor dem aktiven Anak Krakatau
Markus, Andi and Thea on the island Anak Krakatau and a eruption in the background.
Fliegen von einer Stadt zur nächsten ist das Einfachste der Welt. Sollte man meinen. Unsere kleine, nur 5 Personen umfassende  Reisegruppe strafte diese Aussage Lügen. Jeder von uns kam mit stundenlanger Verspätung in Jakarta an. Eine erste Bewährungsprobe für den Guide Andi und seinen Helfer Galid. Mussten sie doch für jeden Einzelnen an den Flughafen fahren, dort warten und allenfalls noch auf dem Flughafen für Inlandflüge wechseln, bis endlich alle Teilnehmer aufgesammelt waren.  Als dann schlussendlich alle glücklich beisammen waren haben wir auf eine weitere Nacht in Jakarta verzichtet und uns auf dem schnellsten Weg aufgemacht an die Westküste von Java, nach Carita. Unser Kleinbus, beladen mit uns und unserem Gepäck  wurde vom Fahrer sicher durchs Verkehrschaos der Riesenstadt Jakarta  und über teilweise erstaunlich gut ausgebaute Autobahnen Richtung Westen gelenkt. Die Abenddämmerung ging innert Minuten in die Nacht über. Ein ungewohntes Gefühl für Europäer und Australier, die sich an eine mehr oder weniger lange Dämmerung gewohnt sind.


Blick auf den Anak Krakatau
Blick auf den Anak Krakatau
In Carita angekommen hat Andi ein lokales Nachtessen im einfachen Hotel, wo wir untergebracht waren, organisiert. Das Essen war ausgezeichnet und alle waren wieder so weit aufnahmefähig, dass Andi die Planung für die nächsten Tage darlegen konnte. Durch den frühen Aufbruch aus Jakarta blieb uns eine Nacht mehr auf Krakatau. Früh am nächsten Morgen hat die Mannschaft des Fischkutters – es handelte sich um ein traditionelles Fischerboot aus Teakholz, angetrieben von Dieselmotoren  – das Boot mit all den Dingen  beladen, die uns während der  nächsten Tage und Nächte das Leben erleichtern sollte. Andi muss mit der Mannschaft die halbe Nacht gearbeitet haben, all die Dinge zu organisieren, die uns die nächsten Tage und Nächte erleichtern sollten.


Unser Strand auf Rakata
Unser Strand auf Rakata
Wir versammelten uns am Pier, bestaunten das Treiben und wurden schlussendlich mit einem kleinen Beiboot einzeln aufs grosse Boot gebracht, jeder samt seinem Gepäck.
Während der ruhigen, rund 5-stündigen Überfahrt von der Westküste zum Krater des Krakatau hatten wir Zeit und Muse uns gegenseitig etwas kennen zu lernen. Eine buntgemischte Gruppe bestehend aus 1 Australier, 1 Holländer, 2 Schweizerinnen (eine davon in Indonesien lebend). Die Altersspannweite erstreckte sich von gut 30 bis gut 60 Jahre. Eine spannende aber auch explosive Mischung!

Unser Guide Andi und sein Assistent Galid erzählen vom Anak Krakatau, unserem ersten Ziel. Ihre Begeisterung  ist dabei  fast mit Händen zu fassen, wenn sie von der derzeitigen Aktivität des Berges sprechen, davon, dass es zwar gefährlich, aber eben auch faszinierend sei, die Explosionen zu beobachten, des Nachts den Feuerschweif zu sehen, die Geräusche zu hören, welche diese Explosionen begleiten.
Und als wir nach einigen Stunden ruhiger Fahrt auf See in der Ferne die ersten Explosionen des Anak Krakatau sehen, werden auch wir vom Vulkan-Fieber erfasst. Unzählige Fotos dokumentieren die immer näher kommenden Ausbrüche. Die Einfahrt in den Krater des ehemaligen Krakatau, der 27. August 1883 explodiert ist und unermessliche Zerstörungen mit einer über 40 m hohen Flutwelle angerichtet hat, ist äusserst eindrücklich.
Einzelne Bruchstücke sind als Inseln übriggeblieben. Hohe, dichtbewachsene Felswände zeigen, wo der alte Kraterrand gewesen sein muss.
Per Schiff umrunden wir ein erstes Mal das Ziel unserer Träume, den Anak Krakatau. Wir bestaunen die Explosionen von allen Seiten, mal direkt im Angesicht des Kraters, mal von hinten oder von der Seite. Aber immer eindrücklich, beeindruckend.

Schliesslich nähern wir uns Rakata einer der Krater-Inseln, wo wir für die nächsten zwei Nächte die Zelte aufschlagen und den Berg beobachten wollen.


Unsere Zelte
Unsere Zelte
Die Zelte wurden aufgeschlagen, die Küche mit Hilfe von ein paar Kisten eingerichtet. Die Mannschaft machte sich an die Arbeit und bald stand unser erstes Festmahl auf der Decke im Sand. Es fehlte an Nichts! Sogar eisgekühltes Bier stand uns zur Verfügung. Und was die einheimischen Köche mit der ganz einfachen Einrichtung an  Köstlichkeiten zauberten, hat uns immer wieder in Erstaunen versetzt. Nicht nur uns hat das Essen auf Rakata geschmeckt. Wir wurden regelmässig von relativ grossen Waranen (der Gattung Bindenwaran) besucht, die ebenfalls an unserem Festmahl teilhaben wollten.


Ein Ausbruch des Anak Krakatau
Ein Ausbruch des Anak Krakatau
Das Erlebnis Krakatau ist eigentlich nicht zu beschreiben. Schon allein die Tatsache dass man dieses Schauspiel direkt vis-a-vis des Kraters in nur 3 km Entfernung erleben darf ist die längste Anreise wert. Wenn man dann aber alle Ängste und Warnungen in den Wind schlägt und auf der Insel des Anak Krakatau direkt anlegt und aufsteigt gegen den Berg und dort die Explosion aus dem Erdinnern erlebt, die Lavabomben in 100 m Entfernung einschlagen sieht, dann erlebt man Adrenalin pur. Das Herz schlägt bis zum Hals, nicht aus Angst, sondern aus Freude, dass man so etwas erleben darf. Der Kopf will davonrennen, die Beine aber bleiben stehen und die Augen sind gebannt auf das schrecklich schöne Schauspiel gerichtet. Und nach kurzer Zeit ist alles vorbei.....– bis zur nächsten Explosion!


An Fumarolen des Papadayan-Vulkan
An Fumarolen des Papadayan-Vulkan
Und viel zu schnell war dieser Teil der Reise vorbei. Eigentlich schwer vorstellbar, dass dieses Erlebnis durch irgendwas noch übertroffen werden konnte. Die Rückfahrt mit unserer Schiffsmannschaft verlief problemlos und nach einer weiteren Übernachtung ging's am Morgen per Kleinbus über Jakarta, Bandung nach Garut, das in gut 1000 m Höhe liegt. Das Hotel dort überraschte uns mit einem heissen Pool, gespeist vom Heisswasser der umliegenden Vulkane. Unsere Erkundungen des Papandayan mit seinen vielen zischenden Schwefelfumarolen, seinen verwüsteten Bergflanken und den verbrannten Baumstämmen die als stumme Zeugen des letzten grossen Ausbruchs dastehen. Das Bewusstsein auf einem sich neu aufbauenden Lavadom zu stehen,  der irgendwann wieder mit zerstörerischer Kraft grossen Schaden anrichten wird, dieses Bewusstsein schwindet im Angesicht der Schönheit der sich bildenden Schwefelkristalle, der geheimnisvollen hinter Dampfschwaden versteckten Felsformationen. Man weiss nicht mehr so genau: ist man nun im Himmel oder in der Hölle.


Eine der Dampfquellen
Eine der Dampfquellen
Unsere Fahrt führt uns auch vorbei an riesigen Dampfkraftwerken, wo mittels aus dem Berg austretenden Wasserdampfs Strom für die Gegend produziert wird. Und über eine Treppe von rund 600 Stufen gelangten wir an den Kraterrand des Galunggung. Ein Blick in den Krater lässt einen an schweizerische Alpweiden mit einem Bergsee denken. Regen und Nebel und auch etwas müde Beine halten uns davon ab, in den Krater einzusteigen. Wir machen dann noch eine Wanderung entlang von 12 Schwefelschlammlöchern, wo der heisse Schwefelschlamm aus der Erde austritt und sich in mehr oder weniger grossen Tümpeln sammelt. Die üppige Vegetation und der Wasserdampf lassen an eine Welt der Elfen, Feen und Trolle denken.


Unser nächstes Reiseziel ist Yogyakarta und der Merapi. Wir besuchen der „Wächter des Merapi“ einen 82-jährigen Mann, der überzeugt ist, dass ihm sein Glaube hilft und der Berg ihn auch in Zukunft verschont. Er liess sich beim letzten grossen Ausbruch nicht evakuieren und tatsächlich haben die glühenden Gesteinsmassen kurz vor seinem Haus Halt gemacht, sodass ihm nichts passiert ist. Er liebt diesen Berg und steht in ständigem Zwiegespräch mit ihm. Wir haben uns später den Film des letzten Ausbruchs angeschaut und  einmal mehr über die unendlich zerstörerische Gewalt der Natur gestaunt. Dabei wuchs bei jedem von uns das Bewusstsein, dass man nicht mehr als ein winziges Staubkorn ist, vergänglich, ein Hauch – nicht mehr!  Ein ausgiebiger Spaziergang auf der Flanke des letzten Ausbruchs zeigt uns die vielfältigen Gesteinsarten, kristalline Einschlüsse, Teile der beim Ausbruch mitgerissenen Erdkruste. Für uns zum Staunen, für einen Geologen ein Paradies.


Die nächste Nacht verbringen wir in einem einfachen Nachtlager im Schlafsack am Fusse des Merapi. Um 1 Uhr werden wir geweckt und um halb2 Uhr geht’s los. Ziel ist das Plateau unter dem Gipfel und für die ganz Wilden der Gipfel des Merapi. Der Anstieg ist von allem Anfang an steil, sehr steil. Zum Glück ist es dunkel und wir sehen nicht, wohin wir stürzen könnten, falls wir den Weg verpassen. Nach 4 endlos langen Stunden erreichen wir das Plateau unterhalb des Gipfels, einige total erschöpft, andere noch in der Lage den Gipfel selbst zu besteigen. Aber auch für uns „Weicheier“ hat sich der Aufstieg gelohnt. Die Sonnenaufgangs-Stimmung und die Aussicht sind grandios. Dass der Andi nach seiner Rückkehr vom Gipfel noch ein schmackhaftes Frühstück zaubert, ist fast schon zuviel des Guten. Der Abstieg – nicht weniger steil als der Aufstieg – geht gegen Ende in die Knie und die „Altersringe“ machen sich bemerkbar. Zurück in Yogya bleibt ein knapper Tag zur freien Verfügung. Die meisten nutzen die Zeit zum Ausruhen und relaxen, zu einem Ausflug auf den Markt oder einem Besuch im Sultanspalast.    


Am nächsten Morgen heisst es wieder früh aus den Federn, da wir rechtzeitig am Bahnhof sein müssen. Mitsamt unserem ganzen Gepäck stehen wir bereit und als der Zug kommt, müssen wir unsere Plätze  in einem mehr als gut gefüllten Erstklasswagen suchen. Auch das geht problemlos vonstatten und die Fahrt nach Surabaya verläuft ohne Zwischenfälle. Das servierte Mittagessen war – gemessen an der Verpflegung die uns Andi sonst angedeihen liess – ziemlich dürftig. Am frühen Nachmittag sind wir in Surabaya und die Fahrt führt uns zuerst zum riesigen Schlammkrater in der Nähe von Sidoarjo. Spekulation, Geldgier und Inkompetenz haben hier eine Naturkatastrophe grössten Ausmasses geschaffen. Bei einer nicht fachgerecht durchgeführten Bohrung nach Öl wurde eine Schicht mit Ölschlamm angebohrt. Seit nunmehr 7 Jahren tritt der heisse, giftige Ölschlamm aus, füllt Tal um Tal. Hat in der Zwischenzeit schon weit mehr als 20 Dörfer zugedeckt. Und kein Ende ist in Sicht. Kein Versuch, die Katastrophe einzudämmen, den Schlammfluss zu stoppen war bisher erfolgreich. Und wie das in Indonesien so üblich, wurden die betroffenen Leute (noch) nicht entschädigt. Tausende haben alles verloren, Haus, Hof und Lebensunterhalt. Ein schrecklicher Gestank liegt über der endlosen Schlammfläche. Wortlos, bedrückt steigen wir ins Auto, das uns nach Malang bringt.
Malang ist die Obst-Stadt von Indonesien. Berühmt ist der Malang-Apfel. Malang liegt aber auch am Fuss der Tengger-Caldera, eines riesigen Vulkangebietes welches Bromo, Ijen und Semeru einschliesst. Ein Erstklasshotel entschädigt für Mühsal und einfacher Unterkunft der Vortage.
Am nächsten Morgen geht per Allrad-Jeep nach Ranu-Pani. Über zum Teil halsbrecherische Strecken, fast immer auf der Krete irgendeines Krater-Abbruchs werden wir dorthin gefahren. Schlaglöcher so tief wie man sie sonst nirgends sieht und endlose Kurven stellen hohe Anforderungen an unsere Rückenmuskeln. Ranu-Pani empfängt uns im Nebel. Wir erkunden die Ortschaft ohne Verbindung zur Aussenwelt, d.h. Ohne Telefon oder Internet-Anschluss. Wir machen einen Spaziergang rund um den See und wärmen uns in einem „Warung-makan“, da unsere Unterkunft über keine Heizung verfügt. Alles ist feucht und klamm. Früh am nächsten Morgen geht’s dann auf den 6-stündigen Marsch Richtung Kalimati, dem Plateau vor dem Semeru-Gipfel. Die Mittagsrast an einem idyllischen Bergsee wird von allen zum Ausruhen und Kraftschöpfen für den letzten Wegteil genutzt. Bei Nebel, aber noch vor Einbrechen der Dunkelheit erreicht die Gruppe Kalimati und die Helfer schlagen die Zelte auf. Der für den nächsten Morgen geplante Aufstieg zum Gipfel wird nur von Galid bewältigt. Andi kehrt mit den anderen auf halben Weg um. Zu anstrengend ist der Marsch im lockeren Gestein. Der Fuss findet keinen Halt. Und das auf 1000 m Höhenunterschied! Das Lager liegt auf 2700 m – der Gipfel auf 3700 m.
Nach einem kurzen Frühstück geht's zurück an den Lagerplatz am See, der in knapp 2 Stunden erreichbar ist. Eine längere Rast vor der 4-stündigen Wanderung zurück nach Ranu-Pani hilft allen wieder die nötige Kraft finden.


Die Tengger-Kaldera
Die Tengger-Kaldera
In Ranu-Pani warten die Jeeps, die uns auf den Rand der Tengger-Kaldera bringen. Von dort hat man einen herrlichen Ausblick auf den stetig dampfenden Bromo, auf den perfekt geformten Batok und im Hintergrund auf den Semeru, der zur Zeit keine Aktivität zeigt. Ein Sandmeer von  rund 90 km2 Ausdehnung bewirkt den Eindruck einer unwirklichen Mondlandschaft. Sonnenauf- und -untergang in dieser Umgebung sind eindrückliche Erlebnisse. Und nicht fehlen darf natürlich der Aufstieg zum Kraterrand des Bromo. Über rund 240 Stufen gelangt man auf einer gut und solide gebauten Treppe dorthin, kann einen Blick in den Höllenschlund werfen und je nach Windrichtung mehr oder weniger Schwefelgas einatmen.

Abschied von der Tengger-Caldera und Fahrt an die Südflanke des Semeru, dort wo regelmässig bei starkem Regen grosse Mengen von Schutt, Geröll und Sand sich den Weg durch die Plantagen bahnen. Mittels mächtiger Dämme versucht man, diesen Massen den Weg zu zeigen, sie wieder auslaufen zu lassen und dann neu zu kanalisieren. Fast im 24-Stunden-Rhytmus werden dort Steine und Sand für Bauzwecke abtransportiert. Für Nachschub ist gesorgt. Wir schlagen ein letztes Mal unsere Zelte auf, sitzen am nächtlichen Lagerfeuer und lassen die Eindrücke auf uns wirken. Für mich sind Zeltübernachtungen sowieso etwas vom Schönsten. Man spürt den Boden des Landes, man atmet seinen Erdgeruch ein. Nirgends sonst kann man ein Land, eine Landschaft besser erfühlen und erahnen als bei einer Zeltübernachtung (oder nur im Schlafsack im Freien). Am nächsten Morgen zeigt sich der Semeru im Feuer der Sonne in seiner ganzen Schönheit. Fast schien es, als ob die Kraterflanken Feuer gefangen haben. Ein ausgiebiger Spaziergang durchs Gelände zeigt uns die zerstörerische Kraft der Wasser-/Schutt- und Steine-Ströme, die hier regelmässig wüten.


Der Vulkan Ijen
Der Vulkan Ijen
Frühstück im Freien, Zelte abbrechen und Aufbruch zur Fahrt  zum Ijen. Durch Tee- und Kaffeeplantagen führt die Strasse in hunderten von Kurven zum Gasthaus inmitten der Plantagen. Angeschlossen ist eine richtige Fabrik, wo der Kaffee von der Kirsche bis zur trockenen Bohne verarbeitet wird. Viele Schritte, viel Handarbeit und viel Sorgfalt sind notwendig, bis das von allen geliebte Gebräu Kaffee in guter Qualität zur Verfügung steht. Ein kleiner Nebenzweig ist die Produktion von „Kopi Luwang“. Irgendwann hat jemand entdeckt, dass die Zibetkatze die reifen Kaffeekirschen als Delikatesse mag und dass sie die grünen Kaffeebohnen mit ihrem Kot wieder ausscheidet. Und dann hat man entdeckt, dass die Fermentation im Magen des Tieres dazu beiträgt, dass dieser Kaffee besonders schmeckt. Das Aroma soll fruchtiger, ausgewogener und gleichzeitig kräftiger sein als das jeden anderen Kaffees. Der Preis ist astronomisch hoch und bewegt sich in Grössenordnungen von bis zu 800 US$ das Kilo. Den Tieren scheint das egal zu sein. Die machten ob des mit ihrer Leibspeise reich gefüllten Futtertroges einen glücklichen Eindruck.
Ganz früh am Morgen war Tagwache, damit wir noch vor Tagesanbruch in den Ijen-Krater einsteigen konnten. Nur bei Nacht sind die blauen Feuer der Schwefelaustritte sichtbar. Leider haben dann aber Wind und Nebel dieses Erlebnis verhindert. Trotzdem, die Mondlandschaft mit dem Schwefelbergwerk war eindrücklich. Noch eindrücklicher wird das Ganze, wenn man weiss, dass die Menschen, die dort arbeiten dies grösstenteils ohne Schutz und zu geringen Löhnen tun. Wer den Film „Working man's death“ gesehen hat, hat auch die Schwefelarbeiter am Ijen sehen können.


Unser Reiseleiter Andi beim Einkaufen
Unser Reiseleiter Andi beim Einkaufen
Durch fruchtbare Gegenden geht die Fahrt weiter, dem Meer von Ostjava entgegen. In Ketapang fahren wir auf die Fähre, die uns nach Gilimanuk und damit auf Bali bringt. Eine Fahrt durch die Wälder des Menjengan-Nationalparks und ein Halt bei einem aus Urwaldriesen gebauten Turm (der grösste Stamm ist 38 m hoch und bildet das Zentrum des Turms) zeigen eine völlig andere Landschaft. Eine letzte Übernachtung in Lovina, dem Touristenzentrum der Nordküste mit seinem schwarzen Vulkansand und ein gemeinsames Nachtessen lassen eine ereignisreiche, interessante und gut geführte Reise zu Ende gehen.

Ganz besonderen Dank gehört hier Andi, dem kompetenten Guide. Er hat jede Etappe äusserst gut vorbereitet, war um jedes Detail besorgt, hat sich um uns gekümmert, wusste immer die besten Restaurants und hat es mit viel Liebe und Begeisterung verstanden, uns die Welt der Vulkane etwas näher zu bringen.

Für mich war's sicher nicht die letzte Vulkan-Reise...

Mit vielen Grüßen
Thea Ami, Bali/Indonesien

Zu unseren weltweiten Reisezielen!
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