Wunder der Natur - Pilotreise nach Lesvos vom 2.5-11.5Nachdem ich schon im Oktober 2011 zu einer ersten Erkundung zur Insel Lesvos gereist war, wurde es im Mai 2012 mit der ersten Pilot-Gruppe ernst. Lesvos ist eine der größten und interessantesten Inseln Griechenlands. Die Vielseitigkeit seiner Landschaften und seiner erdgeschichtlichen Vergangenheit macht die Insel zu einem idealen Reiseziel für naturkundliche Wanderstudienreisen. Ziel der ersten Gruppenreise war, die Insel einem Test-Publikum vorzustellen und dabei Erfahrungen zu sammeln, in wie weit Lesvos bei den Reisenden ankommt. Unsere Unterkunft war bei dieser Pilotreise das Hotel Parthenon im kleinen Touristenort Anaxos fast direkt am Meer. Dort kümmerten sich Allison, die aus England stammt, ihr Mann Kostas und ihre Schwiegermutter um uns. Jeden Abend wurden wir mit leckeren, griechischen Spezialitäten versorgt und Kosta kümmerte sich um unsere Transfers zu den Ausgangsorten der Exkursionen. Die Gruppe aus Freunden und Stammkunden war gut gelaunt und ideal für solch eine Erkundungs- oder Pilotreise geeignet. Sie hatten das Glück, viele einmalige Touren zu erleben und dabei viele Tiere, Pflanzen und geologischen Funde zu entdecken.Tag 1. Ankunft in Athen
2 Tag. Rundgang durch AthenFür die Erkundung der antiken Geschichte Athens hatten wir die perfekt deutsch sprechende Fremdenführerin Kalliopi engagiert. Sie erklärte uns die Details & Geschichte der antiken Bauwerke der Akropolis (Parthenon-Tempel, Erechteion, etc.) und führte uns anschließend durch das neue archäologische Museum der Akropolis. Wir konnten uns sehr gut ergänzen. Ich konnte viele unbekannte Details zur Geologie des Akropolis-Felsens erklären und vor Ort zeigen. Zum Beispiel die zahlreichen Risse und Störungen, durch die vor Jahrtausenden Thermalwässer flossen und z.B. Kalzikristalle wachsen ließen. Auch die verschiedenen Gesteine, die zum Bau der antiken Gebäude verwendet wurden, stießen auf unser Interesse. Wir entdeckten verschiedenfarbige Marmore und erklärten, wie aus normalen Kalkstein durch Druck und hohe Temperaturen Marmor entstand. In manche Mauern waren sogar Kalksteineblöcke mit deutlich sichtbaren Fossilien eingefügt worden. Und auch vulkanische Gesteine von den Vulkaninseln des nahen saronischen Golfs konnten wir finden. Nachdem wir Kalliopi in ihren wohlverdienten Feierabend entließen, besuchten wir noch den antiken Friedhof Keramikos. Dies ist eine Oase der Natur inmitten der Großstadt Athen. Irgendwo gibt es ein Rinnsal des Eridanos-Baches, über dem rote Libellen jagen. Und wie schon bei meinen vorherigen Besuchen konnten wir wieder zahlreiche, griechische Landschildkröten beobachten . Tag 3. Flug nach Mytilini
Tag 4. Fahrt zum geologischen Museum von SigriAn diesem Tag fuhr uns ein Bekannter von Kosta durch die karge Berglandschaft Nordwest Lesvos. Vor etwa 23 Millionen Jahren klafften hier riesige Vulkankrater. Gigantische, pyroklastische Glutströme waren keine Seltenheit... Heute erschließt sich die vulkanische Vergangenheit nur dem erfahrenen Geologen. Es ging am steilen Vulkan mit dem Kloster Johannes des Täufers vorbei und bald war der winzige Ort Sigri erreicht. Dort war das geologische Museum unser Ziel. Der Vulkanismus hat Lesvos einen riesigen Naturschatz bewahrt. Bei einer der zahlreichen Vulkaneruptionen vor über 23 Millionen Jahren wurden riesige Wälder wie Streichhölzer umgeknickt. So ähnlich, wie beim Ausbruch des Mount St. Helens 1981 in den USA. Dann begruben dicke Schichten aus heißer Asche und Felsbrocken die Baumstämme. Im Laufe von vielen Tausenden von Jahren sickerte durch diese vulkanische Deckschicht Regenwasser. Es löste siliziumhaltige Salze aus der Asche und diese wurden vom Holz der Bäume aufgesogen. Langsam wurde die organische Substanz durch Siliziumverbindungen ersetzt. Ein idealer Fall von dauerhafter Konservierung! <br />Ganz in der Nähe von Sigri fand man vor Jahren durch Zufall die versteinerten Bäume und baute mit EU-Hilfe eines der besten, geologischen Museen weltweit. In dem Museum konnte ich der Gruppe mit wunderschönen Fundstücken aus aller Welt die Entwicklung der Pflanzen erklären. Es gibt versteinerte Hölzer in allen Farben und Formen und aus der ganzen Welt zu sehen. In einem anderen Saal findet man Schaustücke, die den Vulkanismus erklären.<br />Nach dem Museumsbesuch wanderten wir zum Meer und von dort aus durch eine recht karge Landschaft. Immer wieder entdecken wir Tiere oder Insekten. Unter einer toten Landschildkröte fanden wir einen gelbbraunen Skorpion. Ein ideales Fotomotiv. Man sollte ihn nur nicht anfassen oder in Bedrängnis bringen. In meiner Zeit auf Methana hatte ich mehrmals das "Vergnügen", den Stich eines Skorpions zu genießen...<br />Es ging kilometerweit über einen Fahrweg, auf dem wir außer Pickups von Ziegenhirten nur hie und da britische Birdwatcher trafen. Am Wegrand beobachten sie wunderschöne Bienenfresser. Bald kamen wir an einen kleinen Fluss, in den panikartig Wasserschildkröten sprangen. In einem Gewässer konnten wir sogar die seltene Würfelnatter bei der Jagt nach kleinen Fröschen beobachten.<br />Leider gab es unterwegs nur wenig Schatten und so freuten wir uns über eine Kapelle in einem kleinen ummauerten Hain. Dort entdeckte ich schnell, dass es schon vor langer Zeit einen antiken Vorgänger dieser Kapelle gegeben haben muss. Der Eingang wird von zwei riesigen, perfekt behauenen Vulkanfelsen begrenzt und irgendwo liegt auch ein antiker Säulenrest. Über viele Kurven und durch ein paar Täler kamen wir nach ein paar Stunden auf einen Kamm, von dem aus wir einen ersten Blick auf unser Ziel, dem Dorf Eresos hatten. Bis dahin ging es an Schafställen und zwei weiteren Kapellen vorbei. Leider wurde das Ende der sehr langen Wanderung durch einen illegalen Müllplatz kurz vor dem Dorf Eresos getrübt. Es wird Zeit, dass auch die Griechen auf Mülltrennung und Recycling umsteigen. Zum Glück ließ das wunderschöne Dorf den negativen Eindruck vergessen. Und da dort schon unser Fahrer mit dem Bus auf uns wartete, freuten wir uns auf die Rückfahrt, ein kühles Mythos-Bier im Hotel und auf die Dusche... Tag 5. Fahrt nach PolihnitosAn diesem Tag hatten wir keine größere Wanderung vor, sondern ließen uns zum Dorf Polihnitos fahren. Die etwa einstündige Fahrt ging durch wunderschöne, dichte Wälder. Nirgendwo ein Zeichen, dass es in den letzten Jahren gebrannt haben könnte. Und am Golf von Kalloni knallte uns ein riesiges Feld mit dicht stehendem, tiefroten Klatschmohn ins Auge. Das perfekte Frühlingsmotiv für die Fotografen unter uns! In Polihnitos angekommen, besuchten ein paar von uns die bis zu 40 Grad warmen Bäder, während die anderen die Umgebung erkundeten. Polihnitos ist für die heißestem Quellen Griechenlands berühmt. Bis zu 85 C Grad heißes Wasser sprudelt aus diversen Spalten an die Oberfläche. Dies zeugt von der Nähe zu einer in der Tiefe liegenden Magmakammer. Auch der Hügel um die Bäder erinnert deutlich an einen ehemaligen Lavadom. Ob wirklich schon jegliche, vulkanische Tätigkeit für immer erloschen ist?<br />Um die Bäder herum fließen zwei kleine Bäche mit sehr heißem Wasser und Becken, in denen das Wasser zu kochen scheint, raten zur Vorsicht. Sollte man in eines der Becken rutschen, sind im "geringsten" Fall schwere Verbrühungen zu erwarten. Wer ganz hineinrutscht ist dem Tod geweiht. So ergeht es zum Beispiel Wasserschildkröten, die aus Unvorsicht in solch ein Becken rutschten. An einem Beckenrand konnten wir beobachten, wie sich Fossilien bilden. Eine Smaragdeidechse ist an den Beckenrand gerutscht und kam ums Leben. Nun wird ihr Körper langsam durch Mineralsalze ausgetauscht und fossilisiert. Ein tolles Beispiel für die Entstehung von Versteinerungen! Später erkundeten wir die Umgebung und kamen zu interessanten Hecken. Und husch - direkt vor mir flüchtete ein langer, schlangenähnlicher Scheltopusik ins Gebüsch... Tag 6. Fahrt nach AgiasosAgiasos war eines unserer schönsten Ziele. Die kleine, wunderschöne Bergstadt liegt an einem Berghang gegenüber dem dominierenden Gipfel des Profitis Ilias. Wir spazierten durch Gassen mit schönen, kleinen Häusern. Am Dorfplatz besuchten wir eines der schönsten Kaffeehäuser Griechenlands, wo der griechische Kaffee noch original auf Holzkohle gekocht wird. Wir kommen natürlich schnell ins Gespräch mit den älteren Griechen und lassen uns über die aktuelle Politik aus. Griechenland leidet sehr unter der aktuellen Krise in Europa und auf der ganzen Reise spüren wir, dass es deutlich weniger Touristen gibt. Die dauernden Negativmeldungen in Deutschland haben die potentiellen Gäste zu Unrecht verschreckt. Wir spürten auf der ganzen Reise keinerlei Unsicherheiten oder wurden auch als Deutsche nirgendwo unfreundlich behandelt. Das Bild, das von DEN Griechen im Ausland gezeichnet wird, ist falsch. Wir wurden herzlich begrüßt und durften sogar eine kleine Töpferei besichtigen, die ein Grieche führt, der lange in Köln gelebt hat. Später ging es aufwärts zum oberen Dorfrand, wo es eine originelle Taverne mit diversen griechischen Sprüchen gibt. Leckere Biftekia, griechischer Salat stärkte uns für einen kleinen Ausflug in die Umgebung. Auf einer wenig befahrenen Strasse wanderten wir ein Stück, bis wir einen Steinplattenweg fanden. Es ging an Gärten vorbei und bald kamen wir zu einem Gehöft, wo uns bedrohlich bellende Hunde empfingen. Zum Glück war ein Hirte in der Nähe, der sich dort um diverse Ziegen kümmerte. Um die Ecke fanden wir wunderschöne Irisblüten und es gab genug zu Fotografieren...<br />Unten im Dorf testeten wir dann das andere Kaffeehaus und bekamen einen kulinarischen "Schock" :-) Neben dem Kaffee servierte man uns "Glyko tou koutaliou" - Süßigkeiten auf dem Löffel. Und was sahen unsere erstaunten Augen? Oliven! Jetzt wurden wir alle etwas skeptisch. Oliven zum Kaffee? Nicht so richtig passend... Aber die Überraschung war nach einem vorsichtigen Probieren umso größer! Die Oliven waren mit Gewürznelken in süßem Sirup gekocht und schmeckten köstlich! Die Griechen sind Meister in der Herstellung ausgefallenster Süßigkeiten. Tag 7. Wanderung Eftalou-Skala SikaminasAn diesem Tag besuchten wir das kleine, reizvoll gelegene Heilbad von Eftalou, ganz in der Nähe von Molivos. In einem im türkischen Hamamstil erbauten Raum befindet sich dort ein großes Becken, in das sehr warmes Wasser fließt. Massage und Wellness wird geboten. Aber wir wollten ja wandern und so ging es immer an der Küste entlang. Immer im Blick war die gegenüberliegende, türkische Küste. Kleine Eichenwäldchen lagen am Wegrand und bei einem Schafstall fiel mir ein seltsam roter Lehm auf, in dem etwas Kleines glitzerte. Sofort war mein Jagdtrieb erwacht. Wo es glitzert ist noch mehr zu finden! Und schnell grub ich aus dem Schutt das erste Kristall. Alle gruben mit. Katharina aus der Schweiz ganz besonders, denn ihr Land ist ja für Bergkristalle berühmt. Aber an dieser Stelle waren wir alle fündig! Ein Bergkristallbruchstück nach dem anderen kam ans Tageslicht. Ein recht großes Bruchstück zeigte leichte violette Verfärbungen, die entfernt an Amethyst erinnern. Aber die kleinsten Kristalle waren mal wieder die schönsten und perfekt ausgebildetsten. Zwei Quarzkristalle waren ganz besonders, denn bei ihnen gab es an der Kristallspitze Wachstumsstörungen und sie bildeten skelettförmige Endflächen. Alles in Allem ein unerwarteter toller Fund! Bergkristalle vom Fuß des riesigen Lepetimnos-Vulkans. Sicher könnte man noch viel mehr entdecken, aber dazu braucht man mehr Zeit und das richtige Gerät. Genau dieses vergaß ich an diesem Tag im Bus. So war das Unwort des Tages der "Estwing-Geologenhammer"... Nach ein paar Kilometern fanden wir an der Küste sogar einen ehemaligen Bergwerkstollen. Nicht durch Zufall heißt der Hauptort der Region Molivos (= griechisch "Blei"). Hier hat man also früher Blei- und Kupfererze gefunden. Spuren von grünem Malachit konnten wir an den Felsen erkennen. Die Wanderung war recht lang und irgendwann entdeckten wir eine kleine, reizvolle Taverne, in der wir uns über kühlende Getränke freuten. Leider mussten wir feststellen, dass der Fahrweg, den wir für unsere Tour nutzten ab einem Punkt von einer Planierraupe für die Asphaltierung vorbereitet wurde. Also wird auch diese Wanderroute, wie viele andere in Griechenland, dem Straßenverkehr geopfert. Überall in Griechenland glaubt man, dass man nur durch Strassen Tourismus bekommt. Eine Fehleinschätzung. Denn wer wandert, braucht Unterkunft, Verpflegung und will auch länger in einer Region bleiben. Er/sie lassen mehr Geld zurück, als jemand, der mal schnell in zwei Tagen die ganze Insel mit dem Auto überfährt. Bald erreichten wir den kleinen Hafen von Skala Sikaminas mit seinen schönen Tavernen. Dort wartete ein Boot mit "Glasboden" auf uns, das uns nach Petra zurückbrachte. Auf der Fahrt ging es an der Küste entlang. Kurz vor Molivos waren interessante Meereshöhlen in den Überresten eines Vulkankomplexes zu sehen. Riesige, erkaltete Säulen aus Lava gehörten zu den Highlights dieser Bootsfahrt. Auch Molivos konnten wir schön vom Boot aus fotografieren. Tag 8. Versteinerter Wald - Wanderung nach SigriDie Fahrt durch die Berge von Lesbos ist sehr kurvenreich und lang. Aber unser bulgarischer Fahre fuhr sehr vorsichtig und so konnten wir ohne Unsicherheiten in der Magenregion schön die Landschaft genießen. Nach etwa einer Stunde erreichten wir den Nationalpark des Versteinerten Waldes, der auch zu den internationalen Geoparks gehört. Wir wanderten zu den schönsten versteinerten Bäumen. Besonders die farbenprächtigen Details erstaunten uns und wurden in zahlreichen Makrofotos festgehalten. Ein paar der Bäume aus einer Zeit von vor 20 Millionen Jahren hat man sogar senkrecht aufgestellt. Manche Baumstämme sind so perfekt erhalten, dass man ihre Versteinerung erst erkennt, wenn man sie berührt. Man könnte einem Schreiner einen bösen Streich spielen... Keine normale Säge könnte das Material aus Quarz, Opal und Jaspis schneiden. Jeder Baumstamm ist ein Edelstein. Deswegen werden die fossilen Bäume sehr gut bewacht und es ist verboten, auch nur Bruchstücke außer Landes zu bringen. Nachdem wir im unteren Teil des "versteinerten Waldes" angelangten, versperrte uns ein Tor den Weg ins Tal. Aber mit etwas Teamarbeit konnten wir diese Hürde überwältigen und wanderten auf einem alten, zugewachsenen Fahrweg in ein grünes Flusstal. Dichte Büsche aus Oleander versperrten den Weg und so überwunden wir ein paar Steinmauern und gingen über alte Schafweiden. Gleich am Anfang entdeckten wir eine antike Mauer, die vielleicht zu einem Turm oder sogar zu einem antiken Tempel gehörte? Zum Glück hatte im unteren Bereich des Tales ein Bulldozer eine enge Piste geschoben, auf der wir recht Schell vorankamen. Bald kam eine kleine Furt und dort entdeckten wir einen Schäfer, der mit einem albanischen Helfer per Hand die Schafe schor. Sein Schafrasierer klemmte und so ging es nur per Schere. Er erzählte uns von seinem Leben in dieser wunderschönen Natur und dass er auf Brautsuche sei... Aber die Chancen sind in diesem Teil von Lesbos nicht so groß. Sein Ort Eresos bietet nur wenig Jobs und so sind die meisten nach Mytilini oder Athen weggezogen. Und auch wir zogen weiter, denn ich hatte das Gefühl, dass unsere Wanderung sehr lange würde. Und da hatte ich nicht ganz Unrecht. Es ging fast endlos an einem Bach entlang und dann wieder auf den staubigen Fahrweg in Richtung Sigri. Unterwegs bellte uns ein lustiger, zotteliger Hund an, der gerne mit uns gekommen wäre. Aber sein Job war, die Schafweide zu bewachen. Gleich darauf entdeckte ich eine süße, kleine, griechische Landschildkröte. Am späten Nachmittag kamen wir dann endlich erschöpft am Strand von Sigri an, wo unser Kleinbus auf uns wartete. Tag 9. Fahrt nach Mythimna & Wanderung zurück nach PetraAm freien Tag fuhren wir spontan nach Molivos (offiziell auch Mythimna genannt), um uns die kleine, wunderschöne Stadt anzusehen. Durch kleine, reizvolle Gassen mit Steinhäusern spazierten wir zur Burg von Molivos und zum kleinen Hafen. Dort gab es in einem Café einer Holländerin leckeren Käsekuchen. Zurück nach Petra ging es zu Fuß, denn wir wollten auch den letzten Tag wandernd zu Ende bringen. Und außerdem wollte ich ja noch ein Tier lebendig finden, das wir leider meist nur plattgefahren sehen konnten. Kurz vor Petra hatte ich dann Glück. Irgendwo raschelte es im Gebüsch und ich sah ein kaffeebraunes, dickes schlangenähnliches Tier. Endlich! Das war, wonach ich seit Jahren suchte! Ein lebendiger Scheltopusik (Pseudopus apodus)! Diese Panzerschleiche ist sehr schwer zu beobachten, weil sie extrem schnell flüchtet. Sie hat nichts mit den Schlangen, sondern eher mit den Eidechsen gemeinsam. Trotzdem hauen die Griechen alles tot, was irgendwie mit einer Schlange ähnelt. Sehr schade, denn diese Reptilien fressen alles, was man sich so an Schädlingen vorstellen kann. Link: www.herpetofauna.at/forum/viewtopic.php . Zum Glück war Katharina schnell genug und hatte auch die Kamera mit geeignetem Objektiv in Bereitschaft und konnte so ein paar Fotos dieser scheuen Reptilien machen. Der letzte Tag unserer Lesbos-Pilot-Reise war also vom Erfolg gekrönt. Tag 10. Rückflug nach AthenAm letzten Tag fuhr uns Kosta in aller Frühe zum Flughafen Mytilini zurück. Der Rückflug nach Athen verlief komplett ohne Probleme und am Athener Flughafen verabschiedeten wir uns von allen Gästen. Sicher werden wir uns auf der Nisyros-Reise im Mai 2013 wiedersehen... |
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