Wenn Magma beim Austritt als Fragmente (Asche, Lapilli, Bomben) in die Luft geschleudert wird, spricht man von einem explosiven Ausbruch (im Gegensatz zu effusiv).
Ein kleiner explosiver Ausbruch am Ätna
Das explodierende Magma beim Beginn eines vulcanianischen Ausbruchs am Krakatau.
Explosive Vulkanausbrüche bedeuten, dass das Magma beim Austritt fragmentiert wird. Die Ursache sind sich ausbreitende Gase, die beim Druckabfall an der Oberfläche ähnlich wie Kohlendioxid in der geöffneten Sektflasche rasch austreten und das Magma fragmentieren. Die Gase können dabei vom Magma selbst stammen (magmatische Gase) oder durch verdampfendes externes Grund- oder Meereswasser stammen (phreatische und phreatomagmatische Explosionen).
Die sich bildenden Fragmente werden auch Tephra genannt und je nach Größe als Asche, Lapilli oder Bomben klassifiziert.
Explosive Asbrüche können umfassen ein gewaltiges Spektrum an Größenordnungen, angefangen von Schlackenwurf (winzige explosive Ausbrüche direkt am Schlot), bei denen einzelne Lavafetzen in meist nur wenige Meter Höhe geworfen werden, über strombolianische und vulkanianische Ausbrüche bis hin zu plinianischen Ausbrüchen, die mehrere Kubikilometer Magma fördern und Aschesäulen ausstoßen, die bis zu 30-40 km Höhe erreichen können.
Die Ursache explosiver Ausbrüche sind die Kombination von hoher Viskosität (= "Zähflüssig-keit") und meist hohem Gasgehalt. Beide Voraussetzungen sind i.d.R. an Vulkenen entlang der Subduktionszonen wie am zirkumpazifischen Feuerring (Ring of Fire) gegeben. Wegen der grauen Farbe der sich oft bildenden großen Aschewolken nennt man diese Ausbrüche bzw die Vulkane auch oft "graue Vulkane".