Mehr zu den Vulkanen in GriechenlandVulkanismus in Griechenland
1640 v.Chr. ereignete sich im Zentrum der Insel Santorin ein Vulkanausbruch, der eine der ersten europäischen Hochkulturen zerstörte - die der mit den Minoern verwandten Bewohner Santorins. Wahrscheinlich hat der Ausbruch sogar mit dem etwas später stattfindenden, immer noch rätselhaften spurlosen Verschwinden der Minoer selbst zu tun. In der Mythologie wird Santorin oft mit dem versunkenen Atlantis in Verbindung gebracht. Um 230 v.Chr. brach der Vulkan der Halbinsel Methana aus und wurde von antiken Schriftstellern wie Ovid, Pausanias und Strabon beschrieben. Aktive Vulkane gehörten zur Geschichte Griechenlands seit der Antike und Griechenland spielte in der Entwicklung der modernen Vulkanologie eine zentrale Rolle. Die letzten Vulkanausbrüche von 1707-1711, 1866-1870, 1925-28, 1939-41 und 1950 auf Santorin zogen zahlreiche Vulkanologen und Naturforscher an, deren Arbeiten zum Teil große Berühmtheit erlangen. Aber der Vulkanismus ist nicht nur etwas für Wissenschaftler, denn gerade in Griechenland kann man ohne Gefahr einen ersten Eindruck bekommen, wie ein Vulkan funktioniert. Und mit erfahrenen Reiseleitern bekommt man einen Blick auf verborgene Details der Geologie. Vulkane sind spannend, auch, wenn man gerade keinen Lavastrom und keine Eruptionen sieht. Auch eine fauchende, 98 C Grad heisse Fumarole ist beeindruckend... Die beliebtesten Reisen:
Ursache des griechischen VulkanismusGriechenland ist tektonisch zwischen Europa, Kleinasien und Nordafrika eingeklemmt. Und vor der südlichen Küste der Insel Kreta befindet sich ein Tiefseegraben und er stellt die Zone dar, in der die Afrikanische Platte unter Europa geschoben wird. Es bildete sich dadurch der "Ägäische Inselbogen", auf dessen Zone nicht nur häufig Erdbeben stattfinden (aktuelle Erdbeben können Sie hier sehen!), sondern auch die aktiven Vulkane Griechenlands liegen (Sousaki, Methana, Milos, Santorin und Nisyros). In einer Zone ca. 70-150 km nördlich der Insel Kreta steigen die geschmolzenen Gesteine der ehemaligen afrikanischen Gesteine in Magma-Blasen in der Erdkruste aufwärts. Da es durch die gewaltigen Kräfte in der Erdkruste viele Schächezonen und Störungen gibt, kann das Magma einen Ausweg aus der Tiefe finden. Und dann gibt es Vulkanausbrüche. Da sich die Erdkruste weiterhin in Bewegung befindet, wird es auch in der Zukunft Vulkanausbrüche geben.Welche Vulkane könnten in Zukunft ausbrechen?Man kann erahnen, welche Vulkane Griechenlands in Zukunft ausbrechen werden. Wann das der Fall sein wird, kann niemand sagen. Nur aus den zurückliegenden Aktivitäten und heutigen Zeichen aktiver Magmakammern unter ihnen kann man erwarten ob, sich Vulkanausbrüche ereignen werden. Es kann 10 Jahre dauern, 100 Jahre oder mehrere 10.000 Jahre, aber es wird kommen.Die potentiell aktiven Vulkane Griechenlands:
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