Erdbeben gibt es auf allen Kontinenten, sie treten immer wieder unvermittelt auf, richten dann zum Teil erhebliche Schäden an und fordern teilweise viele Todesopfer. Wohl kaum eine andere Naturgewalt übt auf den Menschen so viel Angst und Erfurcht aus. Gefahren für Menschen, Tiere und Sachwerte bestehen vor allem durch einstürzende Gebäude, Bildung von Spalten im Erdboden, geplatzte Gas- und Wasserleitungen, Bergstürze und Schlammlawinen und vor allem den Tsunamis, Flutwellen bei Seebeben, deren Herd unter dem Meer liegen. Die Vorhersage von Erdbeben ist trotz einzelner Erfolge ( u.a. China 1975 ) noch nicht oder nur sehr selten möglich. Spezielle Erdbebenmessgeräte ( Seismographen ) wurden erfunden und auf dem gesamten Erdball installiert. Damit konnte die Ausbreitung der Erdbebenwellen genauer verfolgt werden, in einigen Regionen können sogar kurzfristige Vorwarnungen ausgegeben werden. So werden in einigen Teilen Japans Züge angehalten bei ersten Anzeichen für schwere Erdbeben und in Mexiko-Stadt heulen die Alarmsirenen wenn an der mexikanischen Pazifikküste die Erde bebt. So erhält man immerhin eine Vorwarnzeit von rund 30 bis 45 Sekunden, die im Notfall einigen Menschen das Leben retten kann. Gebiete starker Erdbebentätigkeit sind vor allem der sogenannte Feuergürtel rund um den Pazifik mit Japan, China, Taiwan, den Philippinen, Indonesien, die Westküste von Nord- und Südamerika, weiter vom Himalaya bis zum Mittelmeer; in Europa vor allem der gesamte Süden und in Deutschland der Oberrheingraben bis rauf zum Niederrhein. |