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Vorsicht ist geboten !

Vorsicht ist geboten !

Gefahren eines Vulkans

So faszinierend Vulkane auch sind, es geht immer eine Gefahr von ihnen aus. Jeder der sich in ihre nähe gibt sollte sich dieser Gefahr bewusst sein. Oft werden Warnungen von unerfahrenen "Vulkantouristen" in den Wind geschrieben. Experten wissen um die Gefahr und verhalten sich dementsprechend. Vulkane sind trotz exakter wissenschaftlicher Beobachtungen immer noch unberechenbar.  Am Beispiel Stromboli sieht man das deutlich. Zu 99% scheinen die Ausbrüche von berechenbarer Größe zu sein, doch plötzlich ereignet sich eine heftige Eruption wo die Lavafetzen bis zur Pizzo geschleudert werden. Dort halten sich die Vulkantouristen gerne auf. So gab es im Juni und September 1996 zum Glück nur Verletzte bei solch einer unerwartenden Eruption. Aber auch Tote gab es schon, im Oktober 2001 eine Touristin aus Deutschland.  Viele tragen aber die Schuld an ihrem Unglück selbst. Sie ignorieren Warnungen und näherten sich den Lavafontänen zu sehr. Im Fall Stromboli sollte man sich nicht auf die relative Sicherheit verlassen. Auch postvulkanische Erscheinungen können gefährlich sein. So enthalten vulkanische Dämpfe u.a. Schwefel, Wasserstoff und Chlorverbindungen, die in der Atmosphäre schnell zu Säuren reagieren. In zu hohen Dosen eingeatmet können sie die Atemwege beschädigen und die Augen reizen. Eine weitere Gefahr ist Kohlenmonoxid. Da es schwerer als Luft ist sammelt es sich in Vulkankratern an. Man sieht es nicht, man riecht es nicht. Man kann in diesen Ansammlungen ersticken ohne es zu merken und wird man sich dessen bewusst das etwas nicht stimmt, ist es schon zu spät! In den heißen Quellen kann man wunderbar baden aber sie können auch unangenehm heiß sein. Selbst am Strand vom Volcano kann man sich die Füße verbrennen. Das gleiche gilt natürlich auch für Schlammbecken. Die oft nur Zentimeter mächtigen mineralischen Krusten in Thermalgebieten können unter den Füßen einbrechen. Im günstigsten Fall verbrüht man sich den Fuß, im ungünstigsten Fall verschwindet man auf nimmer wiedersehen. So geschehen im Krater des Mutnowskij Vulkans in Kamtschatka. Damals brach ein Geologiestudent durch die Krusten und stürzte in heiße Schwefelsäure. Einen Knochen fand man noch von ihm. Real drohen Verbrennungen, Steinschlag, Vergiftungen und Erstickungstod. Hinzu kommen die Gefahren des Alpinismus, je nach Schwierigkeitsgrad der Tour.  Wer einen Vulkan entdecken möchte sollte zumindest folgende Ratschläge berücksichtigen: Erkundige dich nach dem Zustand des Vulkans zum Beispiel bei vulkanologischen Stationen oder Observatorien. Bevorzuge einheimische Führer (odeer spezialisierte Vulkanführer) um den Vulkan zu besteigen – sie wissen worauf sie sich einlassen. Zur Vorbereitung gehören auch Erkundigungen über das Wetter. Nur bei stabiler Wetterlage sollte man den Aufstieg wagen. Rechne immer mit einem Wetterumschwung. Außerdem ist eine gute Reisekrankenversicherung wichtig. Bergungskosten sind extrem hoch. Bereite dich gut auf Deine Tour vor. Eine sorgsam ausgesuchte Ausrüstung ist Lebenswichtig.  Festes Schuhwerk wie zum Beispiel Wanderstiefel sind am besten geeignet, sowie wetterfeste Kleidung ( auch im Sommer ). Wichtig ist ebenfalls genug Proviant dabei zu haben, wobei der Wasservorrat äußerst wichtig ist. Eine Taschenlampe gehört ebenfalls ins Gepäck, genauso eine Erste Hilfe Ausrüstung. Es empfiehlt sich einen Schutzhelm zu tragen und eventuell auch eine Atemmaske mitzunehmen. 

Bereits beim Aufstieg die Aktivitäten des Berges beobachten. Sind Eruptionen heftiger als erwartet sollte man auf seinen gesunden Menschenverstand hören und sich nicht weiter nähern. Auch ein vernünftiger Sicherheitsabstand zur Lava oder zum Lavastrom ist zu beachten und einzuhalten. Wenn man doch einmal von einer unerwartet großen Eruption überrascht wird, nicht einfach blind weglaufen! Versuche den Lavabrocken auszuweichen (nach oben sehen!). In manchen Fällen hilft vielleicht auch nur noch die schnelle Flucht! Aktiven Vulkanen sollten sich nur sehr erfahrene und besonnene Vulkanologen nähern. Denn selbst erfahrene Wissenschaftler geraten mitunter in Gefahr. So besuchten im Januar 1993 mehrere Vulkanologen den Krater des über 4000 m hohen Galeras-Vulkans an der Südgrenze Kolumbiens. Sie wollten Gasproben holen und Messungen im Krater durchführen. Ein unerwarteter Ausbruch von vulkanischen Gasen tötete sechs der Wissenschaftler. Auch das französische Vulkanologen-Ehepaar Katja und Maurice Krafft wurde Opfer eines Vulkans. Sie dokumentierten mit Film- und Fotokamera weltweit über 150 Vulkanausbrüche. In der Presse wurde das Forscherpaar als Kriegsberichterstatter der Vulkanologie bezeichnet. Sie begeisterten mit ihren Filmdokumentationen Laien und Fachleute in aller Welt. Doch beim Ausbruch des japanischen Unzen im Jahr 1991 starben sie in einem pyroklastischen Strom, der den Berg mit mehr als 200 km/h hinabraste.