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Weltkarte der Erdbebengebiete

Weltkarte der Erdbebengebiete

Warum bebt die Erde?

Die Erde ist in ein Mosaik von vierzehn großen und mehreren kleinen Platten zerlegt, die sogenannten tektonischen Platten. Dort wo sie sich über den Meeresspiegel erheben liegen die Kontinente und die Inseln.

Die Platten schwimmen auf den flüssigen Teil des Mantels und werden von Konvektionsströmen mit gezogen. Im laufe von Millionen Jahren treiben sie dahin, stoßen zusammen, brechen auseinander oder schieben sich übereinander, genauso wie mächtige Eisschollen. Im Durchschnitt etwa einige Zentimeter im Jahr. Unsere Kontinente verändern somit also ihre Lage. Diese Bewegungen erfolgen jedoch nicht reibungsfrei. Die Erdplatten werden gegeneinander gepresst und Unebenheiten blockieren die Bewegungen. Dadurch entstehen erhebliche Spannungen in den Gesteinsschichten die sich dann mit einem Schlag entladen. Die Erde bebt.

Die meisten Erdbeben finden also an den Rändern oder in Randnähe der tektonischen Platten statt. Ein bekanntes erdbebengefährdetes Gebiet ist die San-Andreas-Verwerfung in Kalifornien. Hier haben sich die zerklüfteten Ränder zweier sich bewegenden Platten verkantet. Auf diese Weise entsteht eine enorme Spannung, die sich erst dann löst wenn sich die Platten mit einem Ruck voneinander lösen. Die Folge ist ein Erdbeben.

Auch die Türkei liegt genau zwischen den Rändern zweier Platten, der afrikanischen und der eurasischen. Afrika wandert langsam auf Europa zu und ein Teil von Afrika, die arabische Platte, noch ein bisschen schneller als der Rest. Der zentrale Bereich der Türkei wandert mit aber ein Teil des oberen Randes hängt fest an Asien und verharkt sich dort an der sogenannten nordanatolischen Verwerfung. Wenn dieser Teil sich dann Ruckartig löst bebt die Erde.

Betrachtet man auf einem Globus die Umrisse der Kontinente, so fällt einem sofort auf, dass die Kontinentalränder teilweise sehr gut zusammenpassen. Selbst Geländemerkmale wie Gebirge setzen sich scheinbar unbeirrt auf beiden Kontinenten fort. Auch Bodenschätze wie wichtige Erze oder Edelsteine finden sich in den entsprechenden Regionen. Paleoantropologen finden in diesen heute weit voneinander getrennten Gebieten die selben Versteinerungen. Das lässt den Schluss zu das zur gleichen Zeit die gleichen Tiere und Pflanzen lebten und eine Verbindung dieser Gebiete vorhanden gewesen sein muß. Altersbestimmungen und magnetische Untersuchungen der jeweiligen Gesteine ergaben das sie übereinstimmen.

 

Daraus zogen die Wissenschaftler ( erstmalig hat Alfred Wegener die Theorie der Kontinentaldrift zu Beginn des 20. Jahrhunderts veröffentlicht ) den Schluss, dass ursprünglich alle Kontinente miteinander zu einem einzelnen Superkontinent verbunden waren und im Laufe der Zeit durch verschiedene Spreizungszonen ( Vulkane ) und Grabenbrüche in die heute bekannten Kontinente zerbrachen. Dabei entfernten sich die einzelnen Platten unterschiedlich schnell. Bei einigen Platten fand eine starke Ortsveränderung statt, Afrika hingegen hat sich kaum vom Fleck bewegt.