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Andesit

Vulkanologie
Andesit ist ein graues bis schwarzes Vulkangestein mit einem Anteil von 52-63% Silizium (SiO²). Andesit formt die meisten Lavadome und Stratovulkane.
Typische Probe von Andesit eines Vulkandoms von der Halbinsel Methana in Griechenland

Typische Probe von Andesit eines Vulkandoms von der Halbinsel Methana in Griechenland
Andesit ist ein feinkörniges Gestein, das zur Klasse der magmatischen, vulkanischen Gesteine gehört. Es hat meist eine graue, braunviolette bis schwarze Farbe.
Andesit ist ein vulkanisches Gestein („Ergussgestein“), das insbesondere in Subduktionszonen auftritt. Es besteht aus etwa 60 Gewichtsprozent Kieselsäure und tritt bei Temperaturen von etwa 950 bis 1.000 Grad Celsius als sehr zähe Lava aus. Bestandteile sind Plagioklas-Feldspat, Pyroxen, Amphibol, Biotit und Quarz.
Das Gestein ist nach den südamerikanischen Anden benannt. Andesitische Lava ist sehr zäh und baut oft Vulkandome ab. Dabei können in der austretenden Lava relativ geringe Temperaturen (800-950 C) herrschen. Dadurch ist die Lava extrem zäh und bewegt sich meist als eine Blockhalde. Rutscht ein Teil eines Lavadoms ab, so können extrem gefährliche Glutströme (sogenannte pyroklastische Ströme) entstehen. Zahlreiche Vulkandome findet man zum Beispiel auf der griechischen Halbinsel Methana, auf Nisyros oder auf Montserrat.
 
Meist liegt eine andesitische Magmakammer in ca. 3-7 km Tiefe. Kommt dann aus größeren Tiefen heißeres Magma in solch eine Magmakammer ("mafische Einschlüsse"), so kann sie aktiviert werden. Dann gibt es chemische Reaktionen und Kristallisierungsvorgänge, die Gase frei werden lassen und neue Eruptionen ermöglichen.

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