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base surge

Vulkanologie
Glutförmige, Gas- und Staublawinen, die bei Vulkanausbrüchen entstehen können.
Base-Surge Ablagerungen auf Santorini (ca. 1613 v.Chr.)

Base-Surge Ablagerungen auf Santorini (ca. 1613 v.Chr.)
Base Surges sind heiße Lawinen aus Gas (Dampf, Schwefel, etc.), Staub und Asche, die sich mit mehreren hundert km/h fortbewegen.
 
Sie entstehen bei vulkanischen, phreatomagmatische Vulkanausbrüchen. Dabei werden enorme Mengen an Deckgebirge und Magma, bzw. Lava, in Höhen von mehreren Kilometern geschossen.
 
Fällt diese Eruptionssäule (plinianische Säule) in sich zusammen, entstehen Fallouts (=Ablagerungen), zu denen auch die pyroklastischen Ströme gehören. Das sind Glutlawinen, bei denen ein heißes Partikel-Gas-Gemisch die Hänge des Vulkans herunterschießt.
 
Eine gesonderte Art dieser Glutlawinen sind die "Base Surges". Sie gleiten auf einer Art Luftkissen durch die umliegenden Täler des Vulkans und bewegen sich von diesem weg. Nachdem eine base surge durch ein Tal gerast ist, bleibt eine meterhohe Lockersedimentschicht zurück, die alles Vorherige überdeckt. teilweise kann man in diesen feinkörnigen Ablagerungen aerodynamisch geformte Wellenbewegungen erkennen.
Diese Ablagerungen sind oft sehr fruchtbar und bieten neuer Vegetation gute Chancen.
 
Die besten Beispiele solcher Ablagerungen sieht man z.B. an der Wingertsbergwand im Laacher See Gebiet und auf der griechischen Insel Santorin (Minoischer Ausbruch).

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