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Die Liparischen Inseln ( Äolische Inseln )Lage und Ausdehnung: Geographisch liegen die Liparen nördlich von Sizilien und westlich von Calabrien, in einem Umkreis von 90 km und umfasst mehr als 20 Inseln von denen aber nur 7 bewohnt sind. Die Sieben Schönheiten des Tyrrhenischen Meeres, wie die Liparen auch genannt werden, verdanken ihrer Geburt vulkanischer Tätigkeit, deren Beginn weniger als eine Millionen Jahre zurückliegt. In drei Phasen tauchten die Archipele aus der Tiefe des Meeres hervor. Vor 360000 – 16 000 Jahre entstanden zunächst die Inseln Panarea, Filicudi und Alicudi. In der zweiten Periode Salina und Lipai und vor 100000 – 40000 Jahren folgten dannVulcano und Stromboli. Die meisten Vulkane des Archipels sind erloschen. Höchst aktiv blieb aber bis heute der Stromboli, der einzig stätig eruptirende Vulkan Europas. Auch der Vulcano hat seine Tätigkeit noch nicht eingestellt, sein letzter Ausbruch ereignete sich in den Jahren 1888 bis 1890. Er stößt stetig Schwefeldämpfe aus den zahlreichen Fumarolen aus. Geologisch bestehen die Inseln aus Asche und Lava, aus Lapilli, Bimsstein, Basalt, Obsidian, und Vulkansand. Mit einer Fläche von 37,6 km2 ist Lipari die größte Insel, gefolgt von Salina mit 26,8 km2 , Vulcano 21 km2 , dann Stromboli 12,6 km2 , Filicudi 9,5 km2 , Alicudi 5,2 km2 und Panarea mit 3,4 km2 Steckbrief von Lipari ( Hauptinsel ) Name: In der Antike Meligunis und Lipara ( nach König Liparos ) genannt. Fläche: Ca. 8 km lang, 5 km breit; Hauptinsel. Einwohner: ca. 10.000 davon die Hälfte in Lipari Stadt, Zur Gemeinde Lipari gehören mit Ausnahme Salinas alle Inseln des Archipels. Sehenswürdigkeiten: Festung von Lipari, im 15 Jh. Von den Spaniern erbaut, Museo Archeologico Eoliano, Amphitheater, Vulkan-Observatorium. Anreise: Aliscafi ( Tragflügelboot ) oder Traghetto ( Autofähre ) . Das Aliscafo ist doppelt so schnell, aber auch doppelt so teuer, transportiert nur Personen ( keine Fahrräder ). Die kürzeste und billigste Verbindung besteht von Milazzo – von dort per Aliscafo nach Vulcano – ca. ½ Std. Mit Aliscafo von Neapel nach Stromboli – ca. 4 Std. Zwischen den Inseln besteht mehrmals täglich auch eine Verbindung. In der Hauptsaison ( ca. Juni bis Ende August ) steuern auch Schiffe von Messina und Palermo die Inseln an. In der Nebensaison ( Oktober bis März ) ist der Fahrplan sehr reduziert, zudem stürmt es auf den Äolischen Inseln oft sodas der Fährverkehr eingestellt werden muß. Autos sollten in Milazzo oder Neapel auf einen bewachten Parkplatz stehen gelassen werden da nur in Lipari gefahren werden darf. Aber auch die kurzen Strassen zu befahren lohnen nicht da regelmäßig öffentliche Kleinbusse verkehren. Klima: Ideales mildes Mittelmeerklima, trockene, heiße Sommer und milde, trockene Winter; nur 600mm Niederschlag pro Jahr. Jahresdurchschnittstemperatur 18° C, der August ist mit 28° C der wärmste, der Januar nicht kälter als 10° C. Weitere Inseln: Steckbrief von Salina Name: Der griechische Name Didyme – Zwilling – leitet sich von den 2 nahezu gleichhohen Vulkankegel ab, die der zweitgrößten Insel ihr unverwechselbares Aussehen gibt. Seit der Römerzeit nach dem Salzsee an der östlichen Landzunge Punta Lingua Salina genannt. Lage: 4 km nordwestlich von Lipari. Einwohner: rund 2300; seit 1867 als einzige Insel selbstständig verwaltet. Sehenswürdigkeiten: Alte Saline in Punta Lingua, Wahlfahrtskirche der Madonna del Terzito. Steckbrief von Vulcano Name: In der Antike hieß die Insel Hiera und Thermessa. Die heutige Bezeichnung leitet sich vom römischen Feuergott Vulcanus ab.Lage: 1 km südlich von Lipari. Einwohner: ca. 450Sehenswürdigkeiten: Zona delle Acque Calde mit Bad im schwefelhaltigem Schlamm, der Gran Cratere. Dass die vulkanische Aktivität nur ruht, beweisen die überall auf der Insel vorhandenen so genannten Fumarolen. Aus ihnen dringt ständig bis zu 700 °C heißer Dampf an die Oberfläche. Vor allem Strand und Meeresboden Vulcanos sind mit deren Öffnungen übersät. Dort entweicht Schwefelwasserstoff mit einer Temperatur von bis zu 100 °C. Ein von den Fumarolen erhitztes Schlammfeld in unmittelbarer Küstenlage gilt als eine der Besonderheiten der Insel und findet als Fangobad therapeutische Verwendung. Steckbrief von Filicudi Name: In der Antike Phenicusa ( Farnenreiche ) bezeichnet Lage: 30 km westlich von Lipari. Einwohner: etwa 250. Sehenswürdigkeiten: Prähistorisches Dorf am 174 m hohen Capo Graziano Steckbrief von Alicudi Name: In der Antike wegen des üppig wuchernden gleichnamigen Heidekraut Ericusa genannt. Lage: 50 km westlich von Lipari. Einwohner: ca. 100. Sehenswürdigkeiten: Einsamkeit, Natur pur. Steckbrief von Panarea Name: Von den Griechen wegen der reichhaltigen Flora und Fauna als Eunonymus ( Insel der guten Vorzeichen ) bezeichnet. Lage: 20 km nordöstlich von Lipari Einwohner: etwa 300. Sehenswürdigkeiten: Kirche San Pietro von 1681, Bronzezeitdorf am Capo Milazzese, einziger weißer Strand. Steckbrief von Stromboli Name: Aus dem Griechischen Strongyle, der Runde. Lage: 40 km nordöstlich von Lipari. Einwohner: um die 400. Sehenswürdigkeiten: der malerische Ortskern von San Vincenzo, der Stromboli |
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