Die vulkanische Osteifel
Unterwegs zu den Geysiren und der Unterwelt der Vulkaneifel.
Wir erleben auf den Tagestouren die vulkanischen Highlights der Osteifel. Die Ausbrüche begannen mit der Hebung des Rheinischen Schiefergebirge und der Absenkung des Neuwieder Beckens vor 570.000 Jahren. Es bildeten sich zahlreiche Schichtvulkane wie der Hochstein, Leilenkopfs und des Hochsimmer. Die größte Eruption fand hier vor 12.900 Jahren statt und förderte mehr Material, als z.B. der Ausbruch des Pinatubo 1991. Die Aktivitäten endeten erst vor 11.000 Jahren, zum Ende der letzten Eiszeit. Diese größte Explosion von Maria Laach war gewaltig: Die aufsteigende Magma war mit Wasser von der Oberfläche in Berührung gekommen. Bei solchen Magma-Wasser-Gemischen kommt es durch enormen Druck zu heftigen Wasserdampf-Explosionen, die einen trichterförmigen Sprengkrater hinterlassen. Es folgte ein Ausbruch, der heftiger war als die Ausbrüche von Vesuv und Mount St. Helens zusammen. Der Vulkankomplex der Osteifel ist von Ost nach West 35 km lang und von Nord nach Süd 25 km breit. Eingeschlossen wird das Gebiet im Westen vom Brohltal, im Nord - Osten vom Rhein, im Süd - Osten von Mayen und Winningen und im Süd – Westen vom Nettetal. Man zählt im Gebiet etwa fünfzig Vulkane, die alle im Quartär entstanden sind. Dieser Vulkanismus liegt in einer Einbruchzone mit zwei Hauptstörungsrichtungen. Berühmteste Gebiete sind das Brohltal und der Laacher See. Letzte Zeugen des Vulkanismus sind heute noch die Kohlendioxidaustritte am Ufer des Laacher Sees.
Wir besuchen auf unserer 1. Vulkantagestour die Trasshöhlen vom Brohltal. Hier trafen die pyroklastischen Ströme vom Brohltal und dem Tönissteiner Tal zusammen und bildeten eine über 60 m mächtige Ablagerung. Dann erleben wir den Geysir Andernach, den höchsten Kaltwasser-Geysir der Welt. Im Geysir-Erlebniszentrum gehen wir auf Entdeckertour und erfahren alles über das Naturphänomen des Kaltwassergeysirs in Andernach. Interaktive Exponate und Experimentierstationen ermöglichen einen neuen und faszinierenden Zugang zu naturwissenschaftlichen Phänomenen. Wir fahren 4000 m unter die Erde, denn dort befindet sich der Ursprung des Geysirs: CO2 vulkanischen Ursprungs. Dann spüren wir die Urgewalt der Natur mit allen Sinnen. Hören das Zischen und Gurgeln während des Ausbruchs, sehen die hohe Wasserfontäne, und wenn man möchte, können man das Wasser des Geysirs sogar riechen und schmecken. Nach diesem einzigartigen Erlebnis geht es weiter zum Vulkanmuseum in Mendig, dem Lava Dome. Auf über 700qm Ausstellungsfläche wird man durch interessante und eindrucksvolle Themenbereiche auf die Welt der Vulkane eingestimmt. Der Basaltkeller, den wir danach besuchen, ist ein absolutes “muß“ für jeden Vulkaninteressierten. Einzigartig auf der Welt, besichtigt man in 32 Meter Tiefe von Menschen erschaffene Lavakeller. Nach den vielen Eindrückem lassen wir im der Vulkanbrauerei bei gutem „Vulkan Bier“ den Tag ausklingen