Reisen zum Vulkan Stromboli

Der Vulkan StromboliDie nördlichste der Äolischen Inseln, Stromboli, ist für ihre nächtlichen Vulkaneruptionen berühmt. Schon in der Atike war die Insel quasi der Leuchtturm des Mittelmeers. Die regelmässigen Vulkaneruptionen haben in der Vulkanologie den Typus der "strombolischen" Eruptionen benannt. Es gibt weltweit keinen Vulkan, der in solcher Regelmäßigkeit aktiv ist, wie der Stromboli - und die Aufzeichnungen reichen weit in die Antike zurück!
Meistens sind es kleine Eruptionen, die Lavafragmente in gerade mal Höhen von ca. 100-200 m schiessen und gerade mal die Kraterränder erreichen.Selten gibt es stärkere Eruptionen oder Perioden mit fortwährender, starker Aktivität. Die gewalttätigsten Eruptionen in den letzten Jahrhunderten waren 1919, 1930 und zuletzt 2003. Sie führten zu teilweise beträchtlichen Schäden in den Dörfern und führten zu einer zeitweisen Sperrung des Gipfels für Besucher.Zusätzlich gibt es Zeiten, in denen größere Lavamengen in Form von Lavaströmen ins Meer fliessen. Diese Aktivitäten können sich über einige Jahre oder Jahrzehnte erstrecken. Der letzte Lavastrom begann am 28.12.2002 und endete im Juli 2003.
Für Besucher bietet Stromboli die einzigartige Möglichkeit, Ausbrüche aus der Nähe vom Rand eines älteren Kraters aus relativ sicherer Entfernung zu beobachten. Trotz der großen Besuchermenge hat es bisher relativ wenig Unfälle gegeben, die meist auf das unvorsichtige Verhalten der Besucher zurückzuführen waren.
Stromboli ist nicht nur für Vulkanologen interessant, sondern auch für Naturfreunde und Erholungssüchtige: üppige Vegetation, angenehmes Klima, reizvolle Dörfer, viel Ruhe und eine schwer wiederzugebende eigene Atmosphäre erwarten den Besucher, der sich Zeit nimmt zu verweilen. Viele kommen daher immer wieder. |