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Newmann et al (2012) "Die jüngste geodätische Unruhe in der Santorin-Kaldera, Griechenland", Geophys. Res.. Lett, doi:. 10.1029/2012GL051286, im Druck
Zusammenfassung:
Die 60 jährige Ruhe der Santorin-Kaldera endete im Frühjahr 2011 mit zahlreichen Schwarmbeben und einer Aufwölbung Santorins. Die radiale Deformation könnte eine Zeichen für den erwachenden Santorin-Vulkan sein.
Die Deformation der Kaldera von Santorin wurde durch ein Netz von 19 mobilen und 5 fest installierten GPS-Meßstationen dokumentiert seit Januar 2011 erweiterte sich das nördliche Segment der Kaldera um 140mm/Jahr. Eine Serie von sphärischen Quellmodellen zeigt, dass sich die Magmaquelle nicht signifikant bewegt hat. Sie bleibt in einer Tiefe von 4 km und hat sich um ca. 14 Milölionen Kubikmetern gefüllt, seitdem die Aufwölbung begann. In Modellrechnungen zeigt sich eine N-S-Dehnung des Volumens. Durch den vergleich mit ähnlichen Kalderen weltweit kann daraus nicht geschlosen werden, ob in naher Zukunft wirklich ein Ausbruch erfolgen wird.
 

Neue Aufwölbung der Santorini Kaldera seit 2011 - gemessen von Wissenschaftlern der Georgia Universität

GPS-Messgerät installiert an der Kaldera von Santorin
GPS-Messgerät installiert an der Kaldera von Santorin
Darstellung der IAufwölbung der Kaldera.
Darstellung der IAufwölbung der Kaldera. Eine animierte Version finden Sie unter: geophysics.eas.gatech.edu/people/anewman/research/papers/Newman_etal_GRL_2012ms01.gif
Der Vulkan Santorin war in den letzten 60 Jahren seit seinem Ausbruch in 1950 relativ ruhig. Seit dem Frühjahr 2011 begann eine Phase von Schwarmbeben, die mit einer deutlichen Aufwölbung von Santorin verbunden ist. Es gibt eine aktuelle Studie eines Forscherteams um den Geophysik-Professor Andrew Newman der Universität Georgia Tech University. Diese zeigt in der Zeitschrift Geophysical Research Letters die aktuellen Ergebnisse einer Deformationsmessung mit Hilfe von GPS-Messungen. Die Wisschenschaftler haben im Jahr 2006 20 GPS-Stationen auf dem Archipel Santorin angebracht. Von 2006-2011 wurden keine signifikanten, relativen Bewegungen gemessen. Dies änderte sich im Frühling 2011. Nach zahlreichen Schwarmbeben war eine deutliche Aufwölbung von 5-9 cm im nördlichen Teil der Insel Santorin festsetllbar. Es ist sicher, dass sich die Magmakammer unter Santorin langsam füllt. Es ist wichtig, diese Vorgägne genau zu beobachten. Nach A. Newman kann man nicht sicher sagen, ob eine Eruption bevorsteht. Bei ähnlichen Kalderen anderswo (z.B. Yellowstone Kaldera) gibt es ähnliche Hebungs- und Senkungsvorgänge, die aber nicht zu Eruptionen führten.
Newman meint, dass sich die Magmakammer seit Januar 2012 um ca. 14 Millionen Kubikmetern Masse erweitert hat.Das bedeutet, dass die Magmamasse eine größe von 3 Fussballplätzen hat.
Das wahrscheinlichste Szenario für den nächsten Ausbruch (sollte er in den nächsten Jahren stattfinden) wäre ein Ereignis, das mit den Eruptionen von 1925-28, 1939-41 oder 1950 vergleichbar wäre.
Dies könnte, nach Newmans Angaben, gefährlich sein, wenn es z.B. unterseeische Ausbrüche innerhalb der Kaldera gäbe. Tsunamis könnten die Folge sein, die den Schiffverkehr unmöglich machen oder sogar Kreuzfahrtschiffe beschädigen, oder es könnte zu Felsstürzen am Rand der Kaldera kommen, wo die meisten Hotels liegen.

Mehr als 50.000 Touristen kommen in den Sommermonaten täglich u.a. mit Kreuzfahrtschiffen nach Santorin. Es ist ein häufiges Bild, dass 5-10 riesige Kreuzfahrtschiffe dann innerhalb der Kaldera ankern.
Santorin hat ca. 1613 v. Chr (+-13 Jahre) einen der größten Vulkanausbrüche der Menschheitsgeschichte verursacht. Die Plinianische Haupteruption rangierte auf der Skala der Vulkanaktivität zwischen 6-7. Etwa 30 km³ Rhyolit-Lava wurden dabei gefördert. Dieser katastrophale Vulkanausbruch zerstörte die Insel, veränderte ihre Form und veränderte das Klima bis nach Mitteleuropa (z.b. erkennbar in den Funden von Nebra). Die vorgschichtlichen Bewohner, die Minoer wurden von der Insel vertrieben und das damalige Machtzentrum Kreta durch Tsunamis und Klimaveränderungen in die Krise getrieben. Wahrscheinlich wird sich solche ein ähnliches Ereignis in absehbarer Zukunft nicht mehr auf Santorin ereignen. Durch das Studium der vulkanischen Sedimente der letzten 400.000 Jahre auf Santorin kann man einen Rythmus von 20.000-30.000 Jahren für solch große Eruptionen feststellen. Nach solchen heftigen Phasen gibt es längere Ruhephasen, die einige Tausend Jahre anhalten und nur von kleineren Ausbrüchen unterbrochen werden.

Die jetzt durch A. Newman festgestellte Aufwölbung beträgt weniger als 1% der Aufwölbung in der minoischen Zeit.
(Quelle: Angepaßt nach einem Artikel in Georgia Tech press release)


 

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