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Garantierte Reisen:
27. Dez 18 - 2. Jan 2019: Kilauea Volcano Special - Big Island, Hawai'i
9.-22. Feb 2019: Wüste, Salz und Vulkane - Danakilwüste (Äthiopien)
2.-17. Mai 2019: Von Krakatau bis Bali - Java (Indonesien)
4.-11.(12.) Mai 2019: Faszination Vulkan - Santorin (Griechenland)
4.-12. Mai 2019: Feuerberge Siziliens - vom Stromboli zum Ätna - Äolische Inseln + Ätna
11.-19. Mai 2019: Feuerberge Siziliens - vom Stromboli zum Ätna - Äolische Inseln + Ätna
7.-12. Jun 2019: Adventure Volcano - Yasur Volcano Travel - Tanna Island (Vanuatu)
8.-16. Jun 2019: Feuerberge Siziliens - vom Stromboli zum Ätna - Äolische Inseln + Ätna
14.-30. Jun 2019: Volcanoes and Spices - N-Sulawesi Halmahera (Indonesien)
8.-23. Jul 2019: Von Krakatau bis Bali - Java (Indonesien)
: Plätze frei / : garantiert / : Wenig freie Plätze / : Ausgebucht
Zufallsfotos
Neues von Santorin:
Uplift at Santorini during the 2011-2012 unrest
Mittwoch, Jan 30, 2013
According to the latest seismic and satellite (InSAR and GPS) data, the uplift at the Santorini volcano (2011-2012) has has come to an end. ... [mehr]

Samstag, Sep 22, 2012
In recent days, many posts have spring up again speculating about increased seismic activity and a possible new eruption in some near future at Santorini. We cannot see any such. No unusual concentration of earthquakes is visible near the island in the past weeks. [mehr]

Sonnenuntergang über der Vulkaninsel Nea Kameni (c) Tobias Schorr
Die Bucht mit den Thermalquellen auf Palea Kameni (c) Tom Pfeiffer
 

Santorin Vulkan

Kaldera (KOMPLEXER Stratovulkan / Schichtvulkan) 329 m (on caldera rim) / 128 m (top of most recent lava shield, Nea Kameni)
Kykladen, Griechenland, 36.4°N / 25.4°E
Aktueller Status: normal / ruhend (1 von 5)
Santorin Webcams / aktuelle Daten | Reports
Santorin Vulkan-B cher | Tours | Hotels und Unterkünfte
Last update: 11 Mär 2018
Typische Aktivität: Starke, explosive Tätigkeit durch sehr gashaltiges Magma im Untergrund (Magma-Mixing-Effekt). Eruptionen im Plinianischen Stil, die alle 10.000-30.000 Jahre stattfinden (zuletzt 1640 v.Chr.). Aufbau von Schildvulkanen und Vulkandomen (z.B. Nautilus-Dom auf Nea Kameni).
Ausbrüche des Santorin: 1640 v.Chr. minoische Eruption , 197 v.Chr., 46/47 n.Chr., 726, 1570-1573, 1707-1711, 1866-1870, 1925-1928, 1939-1941, 1950View of the caldera of Santorini from Fira town, with the young volcanic island of Nea Kameni in the background.
UhrzeitMag. / TiefeDistanceOrt
Mon, 17 Dec
Mon, 17 Dec 07:01 UTCM 2.7 / 5.7 km13 kmMEDITERRANEAN SEA
Mon, 17 Dec 06:59 UTCM 3.1 / 15 km14 kmDODECANESE ISLANDS, GREECE
Wed, 5 Dec
Wed, 5 Dec 01:35 UTCM 2.6 / 10.8 km32 km24 Km SSW from Amorgos
Sat, 1 Dec
Sat, 1 Dec 18:06 UTCM 3.1 / 2 km27 kmDODECANESE ISLANDS, GREECE
Sat, 1 Dec 18:06 UTCM 2.7 / 7.2 km15 kmMEDITERRANEAN SEA
Alle anzeigen
Santorin ist eine vulkanische Inselgruppe am zentralen südlichen Ende der Kykladen im Ägäischen Meer (Griechenland). Als ein beliebtes Reiseziel in Griechenland ist es bekannt für seine spektakuläre, mit dem Meer gefüllten, vulkanischen Caldera(Kessel). Fas jede Postkarte, die für Griechenland wirbt, zeigt die typischen Kirchen mit ihren blauen Kuppeln. Das Dorf Ia im Nordwesten der Hauptinsel Thera zählt zu den schönsten Dörfern des Mittelmeers. 1952 wurde die gesamten Dörfer der Insel durch ein schweres Erdbeben zerstört und erst langsam danach wieder aufgebaut. Hilfreich war in der Zeit um 1970 das Aufkeimen des Tourismus, der den Einwohnern der Inselgruppe Arbeit schuf. Vorher konnte man sich nur durch Landwirtschaft (Wein, Tomaten und Favabohnen) oder durch Auswanderung und Schifffahrt ernähren.

Auch, wenn der Tourismus an manchen Stellen sehr überhand genommen hat (z.B. durch Kreuzfahrtschiffe), so gibt es immer noch ursprüngliche Dörfer. Wer die wunderschönen Wanderrouten der Insel kennenlernt, wird ein ganz anderes Santorin erleben, als es auf den Hochglanzpostkarten zu sehen ist.

Gerade im Frühling kann man seltene Orchideen entdecken, Kräuter sammeln (z.B. Origano oder Thymian) und wunderschöne Blumenwiesen fotografieren. Wer sich abseits der Tourismuszentren Thira und Kamari bewegt, findet schöne Tavernen, in denen man frisch zubereitete, griechische Spezialitäten genießen kann. Die beste Reisezeit für Santorin ist März-Juni und Mitte September - Ende Oktober. Wer ganz mutig ist und gerne fotografiert, sollte Santorin auch im Winter besuchen.

Tom Pfeiffer und Tobias Schorr sind Kenner der Insel, sprechen beide Neugriechisch und bereisen Santorin seit etwa 1994. Seit etwa 1996 führen sie Gruppen zu den schönsten und interessantesten Orten der Insel. Natürlich haben sie auch Freundschaft mit einigen Santorinern geschlossen, die sie mit ihren Reisegruppen unterstützen. Einer ihrer Freunde lebt auf der Insel Palea Kameni, also nah am Vulkan... In kleinen Reisegruppen kann man mit Tom und Tobias Santorin auf ganz besondere Weise entdecken.

Beschreibung:

Der berühmteste, große Ausbruch auf Santorin ist als der "Minoische Ausbruch" bekannt. Es war einer der 10 größten (-bzw. vielleicht sogar der größte, wie neueste Forschungsergebnisse nahelegen-) Vulkanausbrüche der letzten 10000 Jahre auf der Erde. Wie durch neueste Datierungen durch eine dänische Wissenschaftlergruppe aus Kopenhagen sowie eigene Radiokarbondatierungen an der Universität Aarhus bekannt geworden ist, ereignete er sich um das Jahr 1645 v. Chr. (+- 27 Jahre).

Die Gesamtmenge an Magma, die bei dem Ausbruch gefördert wurde, betrug etwa 30 Milliarden Kubikmeter, d.h. 30 Kubikkilometer. Gefördert wurde v.a. sehr gasreiches (rhyodazitisches) Magma, das beim Austritt so stark aufschäumte, das fast die gesamte Menge davon als Bims und Asche mit dem dreifachen Volumen ausgeworfen wurde.

Ein großer Teil der feinen Asche wurde dabei in einer gigantischen Eruptionswolke in bis zu geschätzt 36 Kilometern in die Stratosphäre befördert. Der Ausbruch hat durch die Verschmutzung der Stratosphäre durch feinste Aschepartikel und Gase zu globalen Klimaschwankungen geführt. So wurde z.B. auch in Mitteleuropa die Kultur der Bronzezeit in Mitleidenschaft gezogen. Die Zerstörung des Diskus von Nebra ist wahrscheinlich ein Zeichen dafür, dass die Bewohner durch eine Kälte- und Hungerperiode von ihrem Glauben abkamen und das göttliche Symbol der Sonnenscheibe beschädigten und für immer berguben.

Auch in der Region des heutigen Griechenlands muss es zu radikalen kulturellen und religiösen Änderungen gekommen sein. Durch den Ausbruch litt auch das Minoische Reich udn sein Mittelpunkt, die Insel Kreta. Durch Tsunamis und Kälteeinbrüche muss es Hungersnöte und soziale Unruhen gegeben haben. Diese Schwäche nutzten die konkurrierenden Mykener vom Festland Peloponnes und überfielen unter dem mythischen Helden Theseus das Reich des Minotaurus. Gegen 1500 v. Chr. war dann die Zeit der Minoer zu Ende.

Asche und Bimsstein vom Minoischen Ausbruch findet sich noch heute im gesamten östlichen Mittelmeerraum. Sogar im Inlandeis von Grönland ist Asche von Santorin nachzuweisen. Auf Santorin selbt dagegen bedeckt der weiße Bimstein große Teile der Inselgruppe immer noch mit einer stellenweise bis zu bis zu 50 m mächtige Schicht.

Nach der Minoischen Eruption ging vulkanische Aktivität mit geringerer Intensität weiter. Innerhalb der Caldera entstanden so die beiden jungen Vulkinseln Palea und Nea Kameni, die vom Grund des einst ca. 500 m tiefen Beckens emporwuchsen. Der vorläufig letzte, kleinere Ausbruch fand 1950 statt.

Die Aktivität von Santorins Vulkan in geschichtlicher Zeit ist im Großen und Ganzen lückenlos seit der Antike durch Aufzeichnungen und Beobachtungen festgehalten. Damit zählt Santorin zu den am besten dokumentierten aktiven Vulkanen der Welt.

Der antike Historiker Strabo ist einer der ersten Zeugen, die über das Auftauchen einer neuen Insel in der damals noch "leeren" Kaldera berichtet, im Jahre 197 v. Chr. Dabei handelt es sich wahrscheinlich um die heutige Palea Kameni Insel. Es folgten mindestens 9 weitere Ausbruchsphasen: 46/47 v. Chr., 726 n. Chr., 1570-1573, 1707-1711, 1866-1870, 1925-1928, 1938-1941 und zuletzt 1950. Auf den so entstandenen und langsam gewachsenen Inseln Palea und Nea Kameni kann man heute noch die einzelnen Eruptionsphasen anhand von Farbe, Vegetation und Lagerung der einzelnen Lavaströme unterscheiden. Ein Vulkan Santorins, der sich dem Beobachter nicht so leicht erschließt, ist der Kolumbus-Vulkan, der unter dem Meeresspiegel vor dem nordöstlichen Bereich der Inselgruppe Thera in ca. 140 m Tiefe aktiv ist. Zur Zeit gibt es dort Austritte von überhitztem Thermalwasser (in der Art der "black smokers"). Sein letzter Ausbruch fand ca. 1600 n. Chr. statt. Auch er gilt als potentiell gefährlicher Vulkan.

Santorin Fotos:



1950 eruption
10. Jan. 1950 - 2. Feb. 1950: Small effusive activity ("Liatsikas" lavas) preceded by phreatic explosions.
More info

1939-41 eruption
20. Aug. 1939 - July 1941 -- Formation of several lava domes ("Tritona", "Ktenas", "Fouqué", "Smith-Reck" and "Niki"). Extrusive and slighly explosive activity. Lava outflow in most cases preceeded by phreatic explosions.
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1925-28 eruption
11. Aug. 1925- 17. March 1928 -- Moderate effusive and explosive activity. Growth of Nea Kameni. Lava flows, lava fountains and ash-falls.
- Aug. 1925 -- Rising temperature in the Red bay ("Kokkina Nera", gr. = red waters) at the eastern shore of Nea Kameni and subsidence of Nea Kameni's east shore. Vapor fountains and lava outflow. ...mehr

1866-1870 eruption
4. Feb. 1866 - 15. Oct. 1870 -- Moderate effusive and minor explosive activity. Mikri and Nea Kameni unite. Lava flows, lava fountains and ash-falls. ...mehr

1711 - 1866 activity
No volcanic activity occurred during 1711-1866. Mikri and Nea Kameni were 2 separated islands forming 2 natural bays (Georgios and Vulkano bay). Sulfuric fumaroles in Vulkano bay. Building of a small harbor and ca. 50 summerhouses (!) on Nea Kameni.

1707-1711 eruption: Nea Kameni appears
23. May 1707 - Sept. 1711 -- Formation of Nea Kameni (gr., = "the new burnt island"). Strong surtseyan and effusive activity. Ash-fall and gas explosions. Lowering of the coastline of Thera and Mikri Kameni. ...mehr

1650 Kolumbo volcano eruption
27. Sept 1650 -- Kolumbo submarine volcano (ca. 8 km NE of Cape Kolumbo, Santorini): strong surtseyan-subplinian eruption with ash and pumice fall, toxic gasses (>50 fatalities). Generation of a strong tsunami.
more info on Kolumbo volcano

1570 eruption: Mikri Kameni Island appears
Formation of Mikri Kameni (gr., = "small burnt island"). Surtseyan activity, ash-fall and block fall-out accompany the formation of a lava dome which rises above sea level to form the new island Mikri Kameni.

1457-1458 activity
Unclear reports from Athanasius Kircher (1665) and Buondelmonte (1465/66) indicate that either a part of Palea Kameni collapsed and disappeared or a new island between Palea Kameni and Thera was built.

726 AD subplinian (?) eruption
Strong explosive probably sub-plinian eruption. Records by Nicephoros (758-823), Theophanes (752-818) and Cedremus (after 1059). Probably small effusive activity following the pumice eruption creating the black blocky lava lobe at Agios Nikolaos (the small harbor bay with the church and hot iron springs).

46 - 726 AD activity
No reports of activity are known from that period. There was either actually no eruption or it has not been recorded.

46 AD eruption - appearance of a new island
Appearance of a new island that probably grew together with Hiera and formed the basis of Palea Kameni. Descriptions by Roman historians Seneca (4 BC-65 AD), Livy (59 BC-AD 17), Pliny the Elder (23-79 AD), Dio Cassius (ca. 200 AD), Aurelius Victor (4th century AD), Philostratos (ca. 200 AD), Orosius (5th century AD), Cassiodorus. (418-562 AD), Labbreus (1670). Probably surtseyan activity with updoming of the sea-floor.

197 BC eruption: appearance of Palea Kameni
Formation of an island called Hiera (gr., = "the holy one") inside the caldera, probably a precursor of Palea Kameni. Documented by greek and Roman writers: Strabo (66BC - 24 AD), Plutarch (ca. 40-120 AD), Pausanias (ca.120 AD), Justinus (2nd century AD), Eusebius from Cesarea (270-340 AD) and Ammianus Marcellinus (ca. 330-400 AD). Probably surtseyan activity with updoming of the sea-floor (comparable with the 1707-1711 events).

1613 +- 13 BC Minoan eruption
The most recent plinian eruption on Santorini occurred in the late Bronze Age at around 1613 BC and is known as the so-called Minoan eruption. It is one the biggest known volcanic explosions in younger time,- and one of the most studied, but still most mysterious eruptions of all time-. It devastated not only Santorini, but had a deep impact on the whole of the Eastern Mediterranean. Perhaps it even had serious world-wide effects and changed history.
Size of the Minoan eruption
Dating of the Minoan eruption
Still today, one can see its deposits, the characteristic, tens of meters thick layer of white pumice and ash that blankets most of the surface of the island group. The eruption changed the shape of the island itself dramatically: it is now believed that before the eruption, it had the shape of an almost complete ring that enclosed an earlier, shallower caldera.
Large sections of island collapsed into the emptied magma chamber after the eruption, literally disappearing under the sea. The ring-island was breached to the W and NW, and the caldera was significantly widened and deepened.
The Minoan eruption devastated the rich, highly developed economic center, that Santorini was at that time. Since 1969, intense archaeological excavations have brought to light an important Cycladic/Minoan town which had been buried beneath the volcanic ash for almost 4000 years. Although it appears that people had time to evacuate their island in time before the eruption, carrying most of their goods with them, the findings from Akrotiri are impressive: especially, they include well-preserved and magnificent wall paintings, ceramics and other objects. Thanks to the work of numerous archaeologists, a new light was thrown on an important prehistoric period and culture. The spectacular discovery even induced continuing speculations that relate the volcanic destruction of Santorini to the legend of the sunken Atlantis.
Santorin Vulkanresien
Licht der Ägäis (Fotoreise / Fotoworkshop auf Santorin, Kykladen, Griechenland)
Perle der Ägäis - Santorin (Wander- und Studienreise auf Santorin)
Faszination Vulkan (Vulkanismus, Natur und Kultur: Wanderstudienreise auf Santorin, Griechenland)

Letzte Satellitenbilder

Weitere Informationen / Links:

Santorini Decade Volcano / www.decadevolcano.net/santorini/santorini.htm
Tom's private website about Santorini, Etna and other volcanoes. Contains a huge archive of volcano photos, information and other stuff.
 

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